Achter Generalstreik 2025/26: Belgien erneut lahmgelegt – Flugverkehr komplett eingestellt
Belgien: Achter Generalstreik legt Flugverkehr komplett lahm

Achter Generalstreik seit 2025: Belgien erneut komplett lahmgelegt

Am Donnerstag, dem 12. März 2026, steht das gesamte Königreich Belgien erneut still. Die größten Gewerkschaften des Landes haben zu einem umfassenden Generalstreik aufgerufen, der den Flugverkehr vollständig zum Erliegen bringt und den öffentlichen Nahverkehr massiv beeinträchtigt. Dies ist bereits der achte landesweite Streik seit Beginn des Jahres 2025 und unterstreicht die anhaltenden sozialen Spannungen im Herzen Europas.

Flughäfen komplett geschlossen – Reisende müssen umplanen

Beide internationalen Flughäfen in der Hauptstadtregion Brüssel – Zaventem und Charleroi – haben ihre Betriebe für den 12. März vollständig eingestellt. Während in Zaventem lediglich einige Landungen möglich sind, bleiben in Charleroi sowohl abfliegende als auch ankommende Maschinen am Boden. Die Flughafenbetreiber raten allen Passagieren dringend, den Status ihrer Flüge bei den jeweiligen Airlines zu überprüfen und alternative Reisepläne zu erwägen.

Der öffentliche Nahverkehr ist ebenfalls stark betroffen, insbesondere in der Metropolregion Brüssel, wo Busse und Bahnen weitgehend stillstehen. Bereits in den Tagen vor dem Generalstreik, von Montag bis Mittwoch, war der Fernzugverkehr durch Arbeitsniederlegungen beeinträchtigt worden, was die Vorbereitungen der Gewerkschaften auf den Höhepunkt der Proteste verdeutlicht.

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Sozialreformen der Regierung als Streikgrund

Anders als bei früheren Streiks, die sich auf spezifische Probleme an Flughäfen konzentrierten, richtet sich der aktuelle Protest gegen die umfassenden Sozialreformen der belgischen Regierung. Diese plant, bis zum Jahr 2030 Einsparungen in Höhe von zehn Milliarden Euro zu realisieren, um die hohe Staatsverschuldung des Landes zu reduzieren und die Vorgaben der Europäischen Union einzuhalten.

Gleichzeitig sieht sich Belgien verpflichtet, im Rahmen der NATO-Pläne seine Verteidigungsausgaben in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Diese doppelte finanzielle Belastung führt zu erheblichen sozialen Unruhen, da viele Bürgerinnen und Bürger um ihre sozialen Errungenschaften fürchten.

Historischer Kontext und Auswirkungen

Seit Anfang 2025 haben die belgischen Gewerkschaften bereits sieben Mal zu landesweiten Streiks aufgerufen, wobei jeder Protest die wirtschaftlichen Aktivitäten des Landes erheblich beeinträchtigte. Der aktuelle Streik am 12. März 2026 setzt diese Serie fort und unterstreicht die anhaltende Ablehnung der Regierungspolitik durch große Teile der Arbeitnehmerschaft.

Die Situation bleibt angespannt, und Beobachter rechnen mit weiteren Protesten, sollte die Regierung an ihren Sparplänen festhalten. Die belgische Bevölkerung demonstriert mit dieser achten Arbeitsniederlegung eindrucksvoll ihre Entschlossenheit, für soziale Gerechtigkeit und den Erhalt des Wohlfahrtsstaates zu kämpfen.

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