Die hohen Spritpreise beeinflussen offenbar das Tankverhalten der Menschen in Bayern. Das Bayerische Landesamt für Statistik hat Umsatzzahlen der Tankstellen veröffentlicht, die einen deutlichen Trend zeigen. Zwar stiegen die Umsätze nominal um sechs Prozent, bereinigt um die gestiegenen Preise sanken sie jedoch um 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese Zahlen umfassen nicht nur die Spritverkäufe, sondern auch die Verkäufe in den Tankstellenshops. Allerdings stammt der Großteil der Umsätze von Tankstellen in der Regel aus Benzin und Diesel. Ein deutlicher Einbruch des preisbereinigten Umsatzes deutet daher darauf hin, dass die Menschen im März weniger getankt haben.
Preisanstieg durch den Iran-Krieg
Nach dem Beginn des Iran-Krieges Ende Februar sind die Spritpreise kräftig gestiegen. Laut ADAC war Diesel im März im bundesweiten Monatsdurchschnitt um gut 44 Cent teurer als im Februar, Superbenzin der Sorte E10 um gut 26 Cent. Die bundesweiten Umsatzzahlen liegen noch nicht vor. Es ist jedoch anzunehmen, dass sich der Effekt auch außerhalb Bayerns gezeigt haben könnte. Der Trend zu weniger Tanken bei hohen Preisen könnte sich somit in ganz Deutschland fortsetzen.
Auswirkungen auf Verbraucher und Wirtschaft
Die gestiegenen Spritpreise belasten nicht nur Autofahrer, sondern auch die gesamte Wirtschaft. Höhere Transportkosten führen zu steigenden Preisen für viele Güter. Die Tankstellenbetreiber selbst sehen sich mit sinkenden realen Umsätzen konfrontiert, obwohl die nominalen Zahlen aufgrund der höheren Preise zunächst steigen. Langfristig könnte dies zu einer Veränderung des Mobilitätsverhaltens führen, hin zu sparsameren Fahrzeugen oder alternativen Antrieben.



