Wirtschaftsverbände fordern von Kanzler Merz: 2026 muss zum Jahr der Reformen werden
Wirtschaft fordert von Merz: 2026 zum Reformjahr machen

Wirtschaft drängt Merz zu entschlossenen Reformen

Die führenden Vertreter der deutschen Wirtschaft haben Bundeskanzler Friedrich Merz (70, M.) bei einem Spitzengespräch auf der Handwerksmesse in München deutlich gemacht, dass 2026 zum Jahr der Reformen werden muss. Die Präsidenten der wichtigsten Wirtschaftsverbände forderten konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Standorts Deutschland und kritisierten, dass viele bisherige Ankündigungen nur auf dem Papier stünden.

Treffen mit den Wirtschaftsspitzen

Bei dem Gespräch in der bayerischen Landeshauptstadt traf Merz auf Handwerkerpräsident Jörg Dittrich (56), Peter Adrian (69) von den Industrie- und Handelskammern, Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger (62) sowie Peter Leibinger (58) als Vertreter der Industrie. Die Verbandsvertreter erklärten dem Kanzler unmissverständlich: „Die Bundesregierung hat in ihrem ersten Jahr wichtige Initiativen auf den Weg gebracht. Die Maßnahmen reichen jedoch bei weitem nicht aus.“

Handwerkerpräsident Dittrich äußerte sich nach dem Treffen mit gemischten Gefühlen: „Ich höre aus den Betrieben immer wieder: Die Hütte brennt!“ Er beklagte zudem, dass sich SPD, CDU und CSU trotz ihrer Bundestagsmehrheit offenbar nicht immer über den richtigen Weg einig seien.

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Die drängendsten Probleme

Die Wirtschaftsverbände nannten vier Hauptprobleme, die dringend angegangen werden müssen:

  • Zu hohe Steuern belasten Unternehmen und Verbraucher
  • Exorbitante Sozialabgaben gefährden Arbeitsplätze
  • Energiekosten bleiben auf hohem Niveau
  • Bürokratische Vorschriften werden zu langsam abgebaut

Kanzler Merz zeigte sich in München zurückhaltend mit Versprechungen, räumte aber ein: „Ich teile die Befürchtung, dass wir durch die hohen Sozialkosten Arbeitsplätze verlieren.“ Er betonte: „Wir müssen Strukturreformen anpacken!“

Merz verweist auf Kommissionen und Handelsabkommen

Konkrete Zusagen konnten die Wirtschaftsvertreter jedoch nicht mitnehmen. Der Bundeskanzler verwies auf Reformkommissionen, die in den kommenden Monaten Vorschläge vorlegen sollen. Er lobte die bisherigen Errungenschaften für die Wirtschaft, insbesondere die Unterstützung der Energiewirtschaft, und zeigte sich zuversichtlich angesichts leicht verbesserter Konjunkturdaten.

Merz setzt große Hoffnungen in internationale Handelsabkommen: „Wir verhandeln auch mit Mexiko und Australien.“ Die bereits geplanten Freihandelsabkommen mit Südamerika und Indien sollen zusätzliche Impulse geben.

Energiepreise im Fokus

Zur Frage möglicher Unterstützungsmaßnahmen angesichts steigender Öl- und Gaspreise verwies Merz auf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU). Die Bundesregierung beobachte genau, was auf den Energiemärkten geschehe, und die Ministerin prüfe, ob über das Kartellrecht Lösungen gefunden werden könnten.

Die Wirtschaftsverbände bleiben jedoch ungeduldig. Ihre klare Botschaft an den Kanzler: 2026 muss tatsächlich zum Jahr der Reformen werden, wenn Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen will. Die Zeit drängt, und die Unternehmen erwarten nun Taten statt weiterer Ankündigungen.

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