BVB-Bosse schützen Guirassy trotz schwacher Auftritte
BVB-Bosse schützen Guirassy trotz schwacher Auftritte

Die Fans von Borussia Dortmund sind besorgt. Beim torlosen Remis gegen Borussia Mönchengladbach lieferte Stürmer Serhou Guirassy eine enttäuschende Vorstellung ab. Die BILD-Note 6 spricht Bände: kaum Einsatz, fehlende Körpersprache, Lustlosigkeit. Der 30-Jährige wirkt abwesend, als sei er mit dem Kopf längst nicht mehr in Dortmund.

Fans verlieren die Geduld

Bereits in den vergangenen Wochen gab es im Stadion immer wieder genervte Reaktionen, wenn Guirassy Chancen liegen ließ oder gar nicht erst in die Zweikämpfe ging. Die Geduld der Anhänger schwindet zusehends. Doch die Vereinsführung hält weiterhin schützend ihre Hand über den Angreifer. Warum?

Sportliche Abhängigkeit

Trotz aller Kritik gehört Guirassy mit 15 Saisontoren zu den gefährlichsten Stürmern der Liga. Seine Ausbeute ist vergleichbar mit Top-Angreifern wie Undav, Schick oder Diaz. Einen solchen Spieler kann man nicht einfach fallen lassen. Die sportliche Abhängigkeit des BVB von Guirassy ist groß.

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Wirtschaftliche Interessen

Hinzu kommt der Marktwert: Rund 40 Millionen Euro soll Guirassy aktuell wert sein. Ein offener Konflikt, öffentliche Kritik oder gar eine Eskalation würden diesen Wert massiv drücken. Genau das wollen die Verantwortlichen vermeiden. Sie setzen auf Deeskalation.

Fehlende Angebote

Ein weiterer Punkt: Bislang gibt es keine konkreten Angebote für den Stürmer. Der BVB muss daher Stand jetzt auch in der kommenden Saison mit Guirassy planen. Eine unnötige Unruhe rund um den Spieler wäre da pures Gift.

Guirassy will gehen – aber wohin?

Nach Informationen dieser Zeitung hat Guirassy intern längst eine Entscheidung getroffen. Der Angreifer möchte Dortmund im Sommer gerne verlassen – vorausgesetzt, ein passendes Angebot kommt. In den vergangenen Wochen soll er intensiv über seine Zukunft nachgedacht haben.

Interesse ist vorhanden, aber noch ohne heiße Spur. Vereine wie Fenerbahçe und der AC Mailand haben sich bislang erkundigt und beobachten die Situation genau. Auch Klubs aus England und Saudi-Arabien sollen den Stürmer auf dem Zettel haben.

Heikle Balance für den BVB

Klar ist: Guirassy will sich verändern. Für den BVB wird die Situation damit zur heiklen Balance zwischen sportlicher Abhängigkeit, wirtschaftlichen Interessen – und einem Stürmer, der innerlich womöglich schon auf Abschied steht. Die Bosse müssen nun geschickt taktieren, um den bestmöglichen Preis zu erzielen, ohne den Spieler weiter zu verprellen.

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