FC Bayern: Warum die Offensive aus England kommt
FC Bayern: Offensive aus England

Warum sich der FC Bayern in England bedient

Mit seiner Mega-Offensive begeistert der FC Bayern ganz Europa. In England hat man bereits einen bestimmten Grund ausgemacht. Am Samstagnachmittag war abzusehen, was kommen würde. Als Bayern-Trainer Vincent Kompany um 16:09 Uhr seine Edelreservisten zum Aufwärmen schickte, war klar: In der Pause würden Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz kommen und es dem 1. FC Heidenheim nochmal richtig schwer machen.

Der Ausgang ist bekannt: Die Münchner retteten in der zehnten Minute der Nachspielzeit ein 3:3. Wie schon in Mainz hatten es die „Big Boys“ gerichtet. „Natürlich wusste ich, was dann in der zweiten Halbzeit passiert – vor allem personell. Der Gegner würde alles bringen, was an unfassbarer Qualität und Mentalität da ist“, sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt nach der Partie auf der Pressekonferenz. Gemeint war natürlich das Bayern-Trio, das zusammengezählt mittlerweile auf über 100 Saisontore kommt.

FC Bayern bedient sich verstärkt in der Premier League

Was Kane, Olise und Díaz gemeinsam haben: Alle drei wechselten von der englischen Premier League an die Isar. Kein Wunder, dass nach dem 5:4-Spektakel in Paris das mediale Geraune auf der Insel groß war. Der Tenor: Die Bayern hätten sich in der besten Liga der Welt eine der besten Offensiven zusammengesucht. Ein Trend, der nicht von der Hand zu weisen ist. Die Zeiten, in denen der Rekordmeister allein in der Bundesliga wilderte, sind längst vorbei – was auch an der Qualität der Konkurrenz liegt.

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„Es wird von Bayern München der größtmögliche Erfolg erwartet. Also müssen wir auch die bestmöglichen Spieler, die zu Bayern München passen, finden. Und wenn es in der Bundesliga nicht leistbar ist oder wir vielleicht diese Qualität nicht sehen, ist es doch ganz legitim, dass wir uns auf dem Transfermarkt umschauen“, sagte Max Eberl auf SPORT1-Nachfrage.

Es wirkt wie ein echter Tiefschlag gegen nationale Konkurrenz. Denn die Botschaft des bayerischen Sportvorstands ist simpel: Die Güte des Personals der anderen in der Bundesliga reicht nicht für die Ansprüche des Rekordmeisters. Selbst beim Thema Leihspieler bedient man sich lieber auf der Insel – siehe Nicolas Jackson.

Eberl schickt Grüße nach Dortmund

Eberl geht sogar noch einen Schritt weiter und zäumt das Thema von hinten auf: „Das Schöne ist, dass Premier-League-Spieler bei uns eben funktionieren – das ist bei anderen eben nicht der Fall. Das ist ein großes Ausrufezeichen, deswegen bist du interessant“, so der 52-Jährige, der damit unter anderem nach Dortmund freundliche Grüße zu schicken scheint. Dort schlagen die Neuverpflichtungen aus England bei weitem nicht so ein wie in München. Jobe Bellingham und Carney Chukwuemeka gelten zwar nicht als Flops, man hatte sich aber mehr erwartet. Immerhin schlug Aarón Anselmino ein, der inzwischen aber wieder abgegeben werden musste. Zu Dortmunds Verteidigung sei angemerkt: Es handelt sich nicht um so umfassend begabte Spieler wie beim Bayern-Trio.

Die neue bayerische Liebe zu England geht derweil in die nächste Runde: Dass die Klub-Strategen des FCB großes Interesse an Anthony Gordon haben, ist kein Geheimnis. Der Noch-Profi von Newcastle United dürfte genau beobachten, wie man als Premier-League-Spieler in München brillieren kann.

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