Wieder Frust – wieder Ausfall: Nico Hülkenberg erlebt beim Großen Preis von Miami das nächste Audi-Drama. Der 38-jährige Deutsche fährt zum vierten Mal in Folge mit null Punkten nach Hause. Das Wochenende war erneut zum Vergessen.
Chronologie des Chaos
Am Freitag sah noch alles ordentlich aus. Hülkenberg fuhr in der Sprint-Qualifikation auf Platz 12 – kein Grund zum Jubeln, aber solide. Doch am Samstag wurde es bitter. Schon vor dem Start des Sprints lief nicht alles rund. Die Mechaniker arbeiteten ungewöhnlich lange am Auto in der Garage. Hülkenberg konnte schließlich auf die Strecke – zunächst Entwarnung.
Dann der Schock: Bereits in der Einführungsrunde begann der Audi stark zu qualmen, kurz darauf schlugen Flammen aus dem Auspuff. Offenbar lief Flüssigkeit aus. Noch vor Kurve 17 musste Hülkenberg seinen Wagen abstellen. Er stieg schnell aus und brachte sich hinter der Streckenbegrenzung in Sicherheit. Das Auto war hinüber, die Hoffnung auf Sprint-Punkte dahin.
Qualifying und Rennen
Drei Stunden später der nächste Versuch: Qualifying für das Rennen. Während die anderen Fahrer bereits auf Zeitenjagd gingen, schraubten die Mechaniker noch am Audi. Doch sie bekamen das Problem in den Griff. Hülkenberg konnte fahren – und landete auf einem starken elften Platz. Am Sonntag folgte das nächste Kapitel der Achterbahn. Hülkenberg hatte gute Chancen auf Punkte, auch weil er durch die Strafe von Isack Hadjar (Red Bull) von Platz 10 starten durfte.
Die Freude hielt jedoch nicht lange. Beim Start fiel er auf Platz 18 zurück. Und als nach Gaslys Überschlag das Safety-Car auf die Strecke kam, steuerte der Deutsche die Box an – und verließ sie zu Fuß. Sein Audi ließ sich nicht mehr schalten.
Stimmen und Ausblick
Bei Sky sagte Nico Hülkenberg nach dem Rennen: „Ich hatte beim Start Kontakt mit Sainz, da habe ich mir den Frontflügel beschädigt. Daher musste ich früh in die Box, was uns nach hinten warf. Später hatten wir ein Problem, was uns dann nicht mehr erlaubte, weiterzufahren.“ Nach BILD-Informationen gab es ein Problem mit dem Motor, was zu Problemen mit dem Getriebe führte.
Aber Hülkenberg fand auch positive Worte über seinen Dienstwagen: „Ich glaube, unsere Geschwindigkeit ist nicht so schlecht, aber wir müssen es halt auch irgendwie umsetzen auf den Asphalt bringen und ja, die Flagge sehen und die Autos durchbringen. Aber wir bleiben dran. Wir halten den Kopf hoch und lassen uns nicht unterkriegen.“
Nach vier Rennen steht Nico Hülkenberg noch immer bei null Punkten. So hatte sich der Deutsche den Start in sein Audi-Abenteuer sicher nicht vorgestellt. Audi steht mit zwei Punkten auf Platz 9 der Konstrukteurs-Wertung.



