Neues DFB-Trikot von Nike erinnert an WM 1974
Neues DFB-Trikot von Nike erinnert an WM 1974

Der deutsche Fußball-Bund (DFB) hat ein neues Trikot vorgestellt, das von Nike designt wurde und an die Weltmeisterschaft 1974 erinnert. Der Sportartikelhersteller Nike übernimmt damit das Trikotsponsoring und beendet eine jahrzehntealte Tradition mit Adidas. Das neue Outfit sorgt bereits für Diskussionen unter Fans und Experten.

Nike löst Adidas als DFB-Ausrüster ab

Nach über 70 Jahren Partnerschaft zwischen dem DFB und Adidas wird Nike ab 2027 die Nationalmannschaften ausstatten. Der Wechsel war bereits im März 2024 bekanntgegeben worden. Der Vertrag läuft über sieben Jahre und bringt dem DFB jährlich rund 100 Millionen Euro – mehr als das Doppelte der bisherigen Adidas-Zahlungen.

Das erste von Nike designte Trikot zeigt ein Retro-Design mit schmalen schwarzen und roten Streifen auf weißem Grund, das stark an das WM-Trikot von 1974 erinnert. Damals gewann Deutschland unter Kapitän Franz Beckenbauer den Titel im eigenen Land. „Das Design weckt Erinnerungen an die goldene Ära des deutschen Fußballs“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf in einer Pressemitteilung.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kritik und Lob für das neue Design

Während einige Fans die nostalgische Optik begrüßen, kritisieren andere den Bruch mit der Tradition. „Adidas gehört einfach zum DFB wie das Tor zum Fußball“, schrieb ein Nutzer auf X. Die Bild-Zeitung zitierte einen DFB-Sprecher: „Wir verstehen die emotionale Bindung vieler Fans an Adidas, aber Nike hat ein modernes und gleichzeitig respektvolles Design vorgelegt.“

Das neue Trikot wird ab Juli 2025 im Handel erhältlich sein. Die Nationalmannschaft wird es erstmals bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko tragen. Bis dahin läuft der aktuelle Adidas-Vertrag noch.

Finanzielle Dimension des Deals

Der Nike-Deal ist der bisher größte Ausrüstervertrag in der Geschichte des DFB. Laut Angaben des Verbands steigen die Einnahmen von rund 50 Millionen Euro pro Jahr auf etwa 100 Millionen Euro. Dies hilft dem DFB, Investitionen in die Nachwuchsförderung und die Digitalisierung zu finanzieren. „Die zusätzlichen Mittel sind entscheidend für die Zukunft des deutschen Fußballs“, betonte Neuendorf.

Adidas hatte zuvor signalisiert, nicht mit den finanziellen Angeboten von Nike mithalten zu können. Der fränkische Konzern konzentriert sich nun auf andere Sportarten und Ligen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration