Schwimmbrillen im Test: Acht Modelle für Anfänger und Profis
Schwimmbrillen im Test: Acht Modelle für Anfänger und Profis

Nur eine von acht getesteten Schwimmbrillen enttäuschte im aktuellen Vergleichstest des SPIEGEL. Gemeinsam mit Triathleten wurden Modelle für Anfänger und Profis geprüft. Die Horizon Flex Mask von Zoggs fiel aufgrund mangelnder Dichtigkeit bei schnelleren Schwimmzügen durch.

Warum eine Schwimmbrille unverzichtbar ist

Eine Schwimmbrille schützt die Augen nicht nur vor Chlor in Hallen- und Freibädern, sondern auch vor Reizungen durch Salzwasser oder Keime in Seen und Flüssen. Getönte Gläser erhöhen den Komfort bei Sonnenschein. Beim Kraulen sorgt die Brille für klare Sicht unter Wasser. Die getesteten Modelle sind ausschließlich zum Schwimmen konzipiert, nicht zum Tauchen – sie bedecken die Nase nicht und ermöglichen keinen Druckausgleich.

Das Testfeld: Acht Modelle im Detail

Alle Brillen hielten bei unterschiedlichen Kopfgrößen und Gesichtsformen dicht. Unterschiede gab es bei Bequemlichkeit, Sichtfeld und Gläsern. Viele Modelle sind mit unterschiedlichen Tönungen oder Verspiegelungen erhältlich. In der Halle sind starke Tönungen oft unnötig, im Freien bieten sie Blendschutz. Hydrodynamik ist nur für Wettkampfschwimmer relevant; für andere zählen Tragekomfort, Sichtfeld und sicherer Sitz.

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Arena Air Sonic Mirror (UVP: 39,99 Euro)

Die Air Sonic gibt es mit oder ohne verspiegelte Gläser. Im Test hatte die teurere Variante farbig verspiegelte Gläser mit leichter Tönung – fürs Hallenbad ausreichend hell, aber primär fürs Freie geeignet. Das doppelte Gummiband und drei Nasenstege ermöglichen individuelle Anpassung. Fortgeschrittene Schwimmer waren zufrieden, Anfänger bemängelten den engen Sitz. Fazit: Eine nicht allzu teure Brille für sportliche Schwimmer, auch wettkampftauglich.

Arena The One Plus (UVP: 23,99 bis 47,99 Euro)

Große Gläser, flexibler Nasensteg, gesplittetes Kopfband mit Ratschenverstellung. Die Anti-Beschlag-Schicht bewährte sich. Moderate Schwimmer lobten das große Sichtfeld und den Komfort; ein männlicher Tester wollte sie sofort kaufen. Fortgeschrittene fanden die Gläser zu groß, bewerteten sie aber als solide. Fazit: Bequem für Gelegenheitsschwimmer, nichts für Leistungssportler.

Arena Cobra Edge Swipe Mirror (UVP: 100 Euro)

Hydrodynamisch geformte Gläser für schnelle Schwimmer. Wimpern stoßen nicht an, seitlicher Blick bleibt frei. Die Anti-Beschlag-Technologie soll zehnfach länger beschlagfrei bleiben – durch Wischen unter Wasser regenerierbar. Fünf Nasenstege zur Anpassung, empfohlen für schmale Gesichter. Eine fortgeschrittene Schwimmerin vergab Note 1, mehrere fühlten sich schnell. Fazit: Teuer, aber überzeugend für Wettkampfschwimmer.

Speedo Biofuse 2.0 (UVP: 25 bis 43 Euro)

In genderneutraler und Frauen-Variante getestet. Breites Sichtfeld, doppeltes Band, Ratschenmechanismus. Der feste Nasensteg passte allen dank weichem Dichtungsgummi. Die Einteilung in Unisex und Frauen entpuppte sich als unnötig: Männer bevorzugten das schmale Frauenmodell, eine Frau die Unisex-Variante. Urteil: Gute Allround-Brille für Gelegenheitsschwimmer, nicht für Wettkämpfe. Fazit: Auch für Männer geeignet.

Speedo Fastskin Hyper Elite Mirror (UVP: 60 Euro)

Schmale, hydrodynamische Gläser für Wettkämpfe. Sichtfeld nach oben/unten eingeschränkt, seitlich frei. Verspiegelte Gläser mit gutem Blendschutz, auch in der Halle hell genug. Drei Nasenstege, einfache Bandverstellung. Fast alle fortgeschrittenen Schwimmer kamen hervorragend zurecht; für die meisten war sie die beste Brille im Testfeld. Fazit: Ideal für Wettkampf und schnelles Bahnenziehen, aber nicht günstig.

Zoggs Fusion Air (UVP: 29,95 Euro)

Unspektakulär, aber effektiv: weiche Polsterung, dichte Gläser, leichte Blautönung, drei Nasenstege, doppeltes Band, Anti-Fog-Beschichtung. Obwohl nicht für Wettkämpfe beworben, war sie für Fortgeschrittene die zweitbeste Wahl nach der Fastskin Hyper Elite. Die andere Gruppe vergab „Gut“. Fazit: Oberer Durchschnitt, auch für schnelle Schwimmer geeignet.

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Zoggs Predator (UVP: 29,95 bis 79,95 Euro)

In zwei Breiten erhältlich; getestet wurde die Version für breite Gesichter mit großen, klaren Gläsern. Alternativ getönte oder photochromatische Gläser. Doppeltes Band, fester Nasensteg. Fortgeschrittene Schwimmer störten sich an zu eng sitzenden Gläsern, weniger Fortgeschrittene waren begeistert. Vermutung: Beim schnellen Schwimmen drückt der Wasserwiderstand die Gläser an die Augen. Fazit: Bequeme Alleskönnerin abseits von Wettkämpfen.

Zoggs Horizon Flex Mask (UVP: 39,95 Euro)

Sehr große, verspiegelte Gläser mit größtem Sichtfeld aller getesteten Brillen. Problem: Nicht zum schnellen Schwimmen geeignet – bei allen Testern zog der Wasserdruck die Brille früher oder später vom Gesicht. Nur zum gemütlichen Schwimmen oder zum Schutz von Kontaktlinsen nutzbar, möglicherweise für Surfer. Trotz des Namens „Mask“ nicht zum Tauchen geeignet. Fazit: Für Sonderfälle genau richtig, aber als Schwimmbrille zu groß.

Fazit des Tests

Gut trainierte, schnelle Schwimmer werden mit der Speedo Fastskin Hyper Elite Mirror oder der teureren Arena Cobra Edge Swipe Mirror glücklich. Wer einfach nur seine Bahnen zieht, kann zu günstigen Modellen wie der Zoggs Fusion Air, der Speedo Biofuse 2.0 oder der Arena The One Plus greifen.