Bei einem Chemikalienaustritt in einem Nürnberger Betrieb sind laut Bayerischem Roten Kreuz (BRK) 30 Menschen verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich. Einer von ihnen musste reanimiert werden.
Einsatz von rund 100 Rettungskräften
Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, handelt es sich um eine Firma, die routinemäßig mit Chemikalien arbeitet. Die gesamte Anlage sei zunächst evakuiert worden. Demnach bestand jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung – die freigesetzten Stoffe seien innerhalb des Gebäudes geblieben.
Zwischenzeitlich waren laut Feuerwehr insgesamt etwa 100 Rettungskräfte vor Ort. 17 der Verletzten wurden nach BRK-Angaben ins Krankenhaus gebracht. Die Ursache blieb zunächst unklar.
Hintergründe zum Unfall
Der Vorfall ereignete sich am Freitagvormittag in einem Industriebetrieb im Nürnberger Osten. Die ausgetretene Chemikalie führte zu einer starken Rauchentwicklung, die jedoch auf das Firmengelände beschränkt blieb. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Lage zu kontrollieren und die Verletzten zu versorgen.
Die beiden lebensgefährlich Verletzten wurden umgehend in Spezialkliniken gebracht. Ein Patient musste noch vor Ort reanimiert werden, sein Zustand ist weiterhin kritisch. Die übrigen Verletzten erlitten überwiegend Atemwegsreizungen und leichte Verätzungen.
Die Polizei hat Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Es wird geprüft, ob technisches Versagen oder menschliches Fehlverhalten zum Austritt der Chemikalie geführt hat. Der Betrieb bleibt vorerst geschlossen.



