Die Bauarbeiten für die neue Ferienhausanlage in Ivenack haben sich um mehrere Wochen verzögert. Das ursprüngliche Ziel, die Anlage bis zum Jahresende fertigzustellen, wird nicht erreicht. Dennoch schreiten die Arbeiten voran, und die ersten Grundrisse sind bereits sichtbar.
Baufortschritt und Verzögerungen
Wer von der Landesstraße in Richtung Ivenack blickt, erkennt noch wenig von der Baustelle am Ortsrand. Die Arbeiten konzentrieren sich derzeit auf den hinteren Bereich der Fläche einer stillgelegten Kleingartenanlage. Dort sind bereits die Grundrisse der ersten Ferienhäuser zu erkennen. Viel Erde wird bewegt, und Kabel werden verlegt. Insgesamt sollen 13 Urlaubsdomizile entstehen. Das dänische Unternehmen Skanlux investiert hier in den kleinen Tourismusort.
Eigentlich wollte der Investor schon längst weiter sein. Nachdem zunächst bürokratische Hürden den Bau gebremst hatten, durchkreuzte der lange, strenge Winter die Pläne. Es kam zu großen Verzögerungen, wie Bauleiter Henning Jürgensen auf Nachfrage des Nordkurier erklärte. Viele Wochen seien sie wegen Frost im Boden mit den Baumaschinen nicht in die Erde gekommen. Die anschließende Eisschmelze führte zu Überschwemmungen auf dem Baugebiet. Das habe das Team ganz schön zurückgeworfen, so Jürgensen, der sich in Ivenack ein Büro eingerichtet hat.
Neuer Zeitplan und nächste Schritte
Etwa fünf bis sechs Wochen hinken sie nun hinterher. Das Ziel, die Anlage bis zum Jahresende fertigzustellen, wird nicht mehr erreicht. Jürgensen geht jetzt von Anfang bis Mitte 2027 aus, bis alles steht. Für die ersten beiden Häuser sind die Fundamentplatten soweit fertig. Am Montag, 11. Mai, soll der Beton gegossen werden, sodass eine Woche später die Zimmerer mit dem Aufbau der Häuser in Holzrahmen-Bauweise mit typisch dänischen Holzfassaden starten können. Am 13. Mai soll das Material angeliefert werden.
Infrastruktur und Ausstattung
Etwa vier Wochen benötigen die Zimmerer für den Rohbau. Parallel entstehen die Fundamente für die anderen Domizile. Für fünf Häuser sind bereits die Pools eingebaut, für ein weiteres ist die Baugrube ausgehoben. Die Arbeiten an den Grundplatten führen Baufirmen aus der Region aus. Für den Aufbau hat Skanlux seine eigenen Leute. Neben Ivenack hat der Investor momentan noch Baustellen in Dänemark und Schweden. In Deutschland findet man diese dänischen Bauten nicht nur in Küstenregionen, sondern auch in Krakow am See und Trams am See bei Wismar.
Ivenack überzeugte den Investor mit seiner Lage am See, dem Schloss und den berühmten Eichen. Wie Projektentwickler Ludwig Allkemper seinerzeit sagte, hat der Ort großes Potenzial im Tourismus. Die Urlaubsdomizile werden eine gehobene Ausstattung haben: Es sind keine Standardhäuser, sondern naturnahe Ferienhäuser mit Indoor-Pool, Sauna und Aktivitätsraum, wo Billard, Tischtennisplatte, Kicker, Dartscheibe, Nintendo sowie Leseecke und Bar vorhanden sind. Sie sind mit mehreren Schlafzimmern ausgestattet und haben zwischen 12 und 20 Betten. So bieten die Häuser ganzjährige Urlaubsmöglichkeiten.



