Heimliche Stromfresser im Haushalt: Nachts den Stecker ziehen spart bares Geld
Viele elektronische Geräte in deutschen Haushalten laufen auch dann weiter, wenn sie scheinbar ausgeschaltet sind. Im sogenannten Stand-by-Modus verbrauchen sie kontinuierlich Strom und treiben so die monatliche Rechnung unnötig in die Höhe. Wer nachts Energie sparen möchte, kann bei bestimmten Geräten ganz einfach den Stecker ziehen – ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen.
Mikrowelle: Die unterschätzte Stromzieherin
Während der Kühlschrank rund um die Uhr kühlen muss, um Lebensmittel frisch zu halten, wartet die Mikrowelle meist nur auf ihren nächsten Einsatz. Doch in dieser Wartezeit zieht sie heimlich Strom, insbesondere wenn sie über ein beleuchtetes Display verfügt. Experten raten dazu, die Mikrowelle konsequent auszustecken, wenn sie nicht benötigt wird. Besonders nachts, wenn ohnehin niemand aufgewärmtes Essen möchte, lohnt sich dieser Schritt. Im optimalen Fall sollte das Gerät nur dann eingesteckt werden, wenn es tatsächlich genutzt wird – das spart bares Geld mit minimalem Aufwand.
Unterhaltungselektronik: Teure Stand-by-Modi
Fernseher, Spielekonsolen und Computer gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Laut der Verbraucherzentrale entfällt fast ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs auf Unterhaltungselektronik. Besonders Spielekonsolen sind heimliche Stromfresser: Sie laden im Stand-by-Modus automatisch Updates, halten USB-Anschlüsse aktiv und verbrauchen so kontinuierlich Energie. Eine einfache Lösung bietet eine schaltbare Steckerleiste – mit einem Knopfdruck sind alle angeschlossenen Geräte wirklich ausgeschaltet. Wichtig ist jedoch, vorher beim Hersteller zu prüfen, ob plötzlicher Stromverlust den Geräten schaden könnte.
Drucker: Lasermodelle sind steckerfreundlich
Drucker stehen oft stundenlang ungenutzt auf dem Schreibtisch und ziehen dennoch Strom. Besonders nachts, wenn sie garantiert nicht benötigt werden, lässt sich hier einfach Energie sparen. Besitzer von Laserdruckern können ihre Geräte problemlos vom Netz nehmen, ohne dass diese Schaden nehmen. Bei Tintenstrahldruckern ist Vorsicht geboten: Häufiges Ein- und Ausstecken kann dazu führen, dass die Druckköpfe austrocknen oder verstopfen. Im Zweifelsfall sollte das Handbuch konsultiert werden. Ein praktischer Tipp: PC, Monitor und Drucker an einer gemeinsamen Steckerleiste anschließen, um mehrere Stromfresser gleichzeitig abschalten zu können.
WLAN-Router: Nachts abschalten spart Energie
Muss das WLAN wirklich rund um die Uhr aktiv sein? Router laufen pausenlos und verteilen das Signal im ganzen Haus – auch wenn alle Bewohner schlafen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, das WLAN nachts abzuschalten, wenn kein Internet benötigt wird. Viele moderne Router bieten eine Zeitsteuerung, die das WLAN automatisch zu bestimmten Zeiten deaktiviert, beispielsweise von Mitternacht bis sechs Uhr morgens. Besitzer älterer Router-Modelle sollten über ein energieeffizienteres Gerät nachdenken, da neuere Modelle deutlich weniger Strom verbrauchen.
Wasserkocher und Toaster: Nur bei Bedarf einstecken
Der Wasserkocher gehört in fast jede Küche, steht aber oft eingesteckt da, obwohl er nicht genutzt wird. Moderne Geräte mit Digitalanzeige oder Warmhaltefunktion verbrauchen auch im Stand-by-Modus Energie. Besser ist es, den Wasserkocher nur dann anzuschließen, wenn er tatsächlich benötigt wird, und ihn danach wieder abzustecken. Das gleiche Prinzip gilt für den Toaster, der im Alltag meist nur wenige Minuten am Tag im Einsatz ist. Diese einfachen Maßnahmen sparen nicht nur Strom, sondern sorgen auch für eine aufgeräumtere Arbeitsfläche.
Fazit: Mit minimalem Aufwand lassen sich im Haushalt erhebliche Stromkosten einsparen. Indem Sie nachts bei bestimmten Geräten den Stecker ziehen oder schaltbare Steckerleisten nutzen, reduzieren Sie den Energieverbrauch und schonen gleichzeitig Ihren Geldbeutel. Achten Sie dabei stets auf die Herstellerangaben, um Schäden an empfindlichen Geräten zu vermeiden.



