Nahezu ganz Deutschland ächzt am Wochenende unter Temperaturen um 40 Grad – der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete im Tagesverlauf bis zu 41 Grad, lokal seien sogar 42 Grad möglich. Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen raten wegen der extremen Hitze von nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr ab. Abkühlung versprechen die Meteorologen erst zum Start in die neue Woche.
Rekordhitze am Samstag: Bereits 36 Grad am Vormittag
Bereits vor 12 Uhr am Samstagmittag berichtete eine DWD-Sprecherin von hohen Werten: Um 11:45 Uhr seien es 36,0 Grad im niedersächsischen Faßberg und 36,3 Grad in Röllbach in Unterfranken gewesen. Die Deutsche Bahn teilte online mit: „Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekord-Hitze betroffen. Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen.“ Das Bahnunternehmen National Express, das Regionalzüge in Nordrhein-Westfalen betreibt, stellte am Samstagnachmittag den Betrieb für sechs Stunden ein.
Gewitter und Unwetter in der Nacht auf Sonntag
Etwas kühler sollte es den Angaben zufolge nur im äußersten Norden sein. Am Nachmittag und Abend werden in Nordseenähe und von den westlichen Mittelgebirgen bis in den Nordosten hinein kräftige Gewitter erwartet. Der DWD warnt vor Unwettern mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen. Am späteren Abend und in der Nacht steigt im Norden und Nordwesten die Unwettergefahr durch verbreitete Gewitter. Die Temperaturen bringen mit Werten zwischen 26 und 17 Grad nur wenig Abkühlung, lediglich in Senken- und Muldenlagen wird es noch kühler.
Sonntag: Erneut bis 42 Grad und schwere Gewitter
Am Sonntag erwartet die Menschen von Franken bis nach Brandenburg wieder hohe Temperaturen: 39 bis 41 Grad, in der Lausitz bis 42 Grad. Im Rest des Landes fallen die Höchstwerte auf 32 bis 38 Grad. Erneut besteht im Tagesverlauf die Gefahr schwerer Gewitter mit schweren Sturmböen, heftigem Starkregen und großkörnigem Hagel. Richtung Osten und Südosten bleibt es länger sonnig und trocken.
Waldbrandgefahr auf höchster Stufe
Anhaltende Trockenheit lässt die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands steigen. Vor allem in Brandenburg, in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sowie in Sachsen und Sachsen-Anhalt steht auf dem Waldbrand-Gefahrenindex für Sonntag die höchste Warnstufe. Zum Start in die neue Woche soll das Risiko deutschlandweit wieder sinken.
DWD-Meteorologe: „Die aktuelle Hitzewelle ist ungewöhnlich“
Ein DWD-Meteorologe sagte am Samstagmittag: „Die aktuelle Hitzewelle ist ungewöhnlich. Sie wird heute ihren Höhepunkt erreichen und erst am Montag wird es abkühlen.“ Er erklärte: „Wir hatten jetzt lange Zeit ein Hoch nach dem anderen und viel Sonneneinstrahlung.“
Regen bringt zum Wochenstart Abkühlung
In der folgenden Nacht soll es vor allem über der Mitte Deutschlands hinweg bis in den Osten und im Süden ungemütlich werden. Der DWD warnt dort vor schweren Unwettern mit Sturmböen, Starkregen und teils anhaltendem kräftigem Regen. Tiefstwerte zwischen 23 und 17 Grad werden erwartet. Zum Start in die neue Woche bringen vereinzelte Schauer im Nordwesten sowie Regen und teils kräftige Gewitter im Rest des Landes eine spürbare Abkühlung. Mit 25 bis 29 Grad sei zu rechnen, lokal im Osten und Südosten auch bis 31 Grad. An der Küste ist es erneut etwas kühler.



