Heizung nachts nicht komplett abstellen: So vermeiden Sie Energieverlust und Schimmel
Heizung nachts nicht komplett abstellen: Energie sparen richtig

Energieverlust vermeiden: Warum Sie die Heizung nachts nicht komplett runterdrehen sollten

Ist es sinnvoll, die Heizung nachts abzuschalten, um Energie zu sparen? Viele denken ja, doch Experten warnen: Diese vermeintlich logische Maßnahme kann sich als teurer Fehler erweisen. Wer die Heizung komplett abdreht, riskiert nicht nur kalte Füße, sondern auch höhere Energiekosten und gesundheitsschädliche Schimmelbildung.

Kalte Wände und feuchte Luft: Die versteckten Gefahren

Wenn die Temperaturen draußen sinken, drehen die meisten Menschen ihre Heizkörper auf. Doch zur Schlafenszeit stellt sich die Frage: Heizung aus oder laufen lassen? Fachleute raten eindeutig davon ab, die Heizung komplett abzustellen. Sinkt die Raumtemperatur zu stark ab, müssen die Heizungen am Morgen mit voller Kraft arbeiten, um alles wieder aufzuwärmen. Dieser Prozess verbraucht am Ende mehr Energie – und kostet somit mehr Geld.

Besonders betroffen sind schlecht isolierte Gebäude. Wird es in den Räumen zu kalt, kann sich Feuchtigkeit an den Wänden niederschlagen. Die Folge ist Schimmel, der nicht nur gesundheitliche Probleme verursachen kann, sondern auch die Bausubstanz angreift.

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Schimmelgefahr und teure Fehler: Mieter und Eigentümer gleichermaßen betroffen

Diese Problematik betrifft Mieter genauso wie Eigentümer. Mieter neigen oft dazu, das Thermostat komplett herunterzudrehen, während Eigentümer häufig die Nachtabsenkung nutzen. In beiden Fällen empfehlen Experten: Nicht komplett ausschalten! Denn wenn Räume zu stark auskühlen, wird die Schimmelbildung begünstigt und Energie verschwendet.

Besser runterdrehen statt ausschalten: Die richtige Strategie

Schon eine moderate Senkung der Temperatur kann zu erheblichen Einsparungen führen. Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima erklärt: „Als Faustformel spart man je abgesenktem Grad sechs Prozent Energie bzw. die damit verbundenen Energiekosten ein. Das setzt voraus, dass diese Absenkung während der kompletten Heizperiode tags und nachts im Vergleich zum Vorjahr durchgeführt wird.“

Das bedeutet konkret: Wer seine Wohnung im Winter statt auf 24 Grad nur auf 20 Grad aufheizt, kann rund ein Viertel der Heizkosten sparen. Eine vollständige Abschaltung ist dagegen kontraproduktiv, da sie zu einem erhöhten Energieverbrauch beim Wiederaufheizen führt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Heizung nachts komplett abzustellen, ist keine kluge Energiesparmaßnahme. Besser ist es, die Temperatur moderat zu senken, um sowohl Kosten zu sparen als auch Schimmelbildung zu vermeiden. Diese einfache Anpassung des Heizverhaltens kann einen signifikanten Unterschied für Ihren Geldbeutel und Ihre Gesundheit machen.

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