Krieg im Nahen Osten treibt Kraftstoffpreise auf neue Höchststände
Der militärische Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran hat die Preise für Öl und Kraftstoffe in Deutschland erneut in die Höhe getrieben. Am Freitagmorgen erreichte der bundesweite Durchschnittspreis für Dieselkraftstoff einen neuen Höchstwert von 2,109 Euro pro Liter. Dies stellt einen Anstieg von gut zwei Cent gegenüber dem Vortag dar.
Super E10 ebenfalls teurer
Parallel zum Diesel verteuerte sich auch der Kraftstoff Super E10. Nach aktuellen Auswertungen des ADAC kostete dieser am Freitagmorgen durchschnittlich 2,014 Euro pro Liter, was einem Preisanstieg von etwas mehr als einem Cent im Vergleich zum Donnerstagmorgen entspricht. Interessant ist die aktuelle Preisentwicklung, da Dieselkraftstoff üblicherweise der günstigere Treibstoff ist, in dieser Woche jedoch seit Dienstag teurer als Super E10 gehandelt wird.
Preisanstieg verlangsamt sich leicht
Obwohl die Preise weiter steigen, hat sich der durch den Angriff auf den Iran ausgelöste Preisschub mittlerweile etwas abgeschwächt. Zu Beginn der Woche war der Markt noch von massiven Sprüngen geprägt: Von Montag auf Dienstag schnellte der Dieselpreis um über zehn Cent pro Liter in die Höhe. Die derzeitige Entwicklung zeigt eine gewisse Beruhigung, bleibt aber auf hohem Niveau.
Tagesdurchschnittspreise erreichen Rekordwerte
Die bundesweiten Tagesdurchschnittspreise verzeichnen ebenfalls bemerkenswerte Werte. Am Donnerstag kletterte der Durchschnittspreis für Diesel auf 2,042 Euro pro Liter – der höchste Stand seit November 2022. Super E10 erreichte im Tagesschnitt 1,949 Euro. Es ist typisch, dass die Benzinpreise in den frühen Morgenstunden ihren Höchststand erreichen und im Laufe des Vormittags wieder leicht nachgeben.
Historischer Vergleich mit Pandemie-Zeiten
Die aktuelle Situation, in der Diesel teurer als Super E10 ist, erinnert an eine ähnliche Entwicklung Ende 2022 während der Corona-Pandemie. Damals kostete Dieselkraftstoff zeitweise über 20 Cent pro Liter mehr als Super E10. Die gegenwärtige Preisspitze unterstreicht die anhaltende Volatilität auf den globalen Energiemärkten, die durch geopolitische Spannungen weiter angeheizt wird.



