Der Krieg im Iran hat den Ölpreis auf über 100 Dollar pro Barrel getrieben. Während Autofahrer an den Zapfsäulen die Zeche zahlen, gibt es Staaten, die von der Krise profitieren wie lange nicht mehr. Die neue Öl-Weltordnung zeichnet sich ab: Macht, Geld und Stärke bestimmen die Gewinner und Verlierer.
Die Gewinner der Iran-Krise
Zu den großen Gewinnern zählen Länder, die ihre Ölförderung schnell hochfahren können. Saudi-Arabien, Russland und die USA erhöhen ihre Produktion und kassieren Rekordpreise. Auch der Irak und Kuwait profitieren von der Knappheit. Besonders China könnte gestärkt aus der Krise hervorgehen: Es sichert sich langfristige Lieferverträge zu günstigen Konditionen und baut seine strategischen Reserven aus.
Die Verlierer der Iran-Krise
Die Verlierer sind vor allem importabhängige Länder wie Indien, Japan und viele europäische Staaten. Sie müssen tiefer in die Tasche greifen. In Deutschland steigen die Spritpreise, die Inflation nimmt zu. Auch Schwellenländer wie die Türkei und Pakistan leiden unter den hohen Energiekosten.
Auswirkungen auf die globale Wirtschaft
Die Ölpreisexplosion bremst das Wirtschaftswachstum weltweit. Die Notenbanken stehen vor der Herausforderung, die Inflation zu bekämpfen, ohne die Konjunktur abzuwürgen. Experten warnen vor einer Stagflation. Gleichzeitig beschleunigt die Krise den Ausbau erneuerbarer Energien, da viele Länder ihre Abhängigkeit von Öl reduzieren wollen.
China nutzt die Gelegenheit, um seine Position als globaler Akteur zu stärken. Es kauft günstig Öl aus Iran und anderen Krisenregionen und investiert in alternative Energiequellen. Langfristig könnte China so zum heimlichen Gewinner der Krise werden.
Die Iran-Krise verändert die Machtverhältnisse auf dem Ölmarkt fundamental. Während einige Länder Rekordeinnahmen verzeichnen, kämpfen andere mit steigenden Kosten und wirtschaftlichen Problemen. Die neue Öl-Weltordnung ist geprägt von Unsicherheit, aber auch von Chancen für diejenigen, die sich schnell anpassen.



