Iran-Konflikt treibt Spritpreise: Diesel kurz vor historischem Höchststand
Iran-Konflikt: Dieselpreis vor Allzeithoch

Iran-Konflikt treibt Spritpreise: Diesel kurz vor historischem Höchststand

Die bereits hohen Spritpreise in Deutschland könnten durch die aktuelle Eskalation des Iran-Konflikts einen weiteren deutlichen Anstieg erfahren. Am vergangenen Wochenende zeichnete sich bereits eine erste Aufwärtstendenz ab, die sich in den kommenden Tagen verstärken könnte.

Dieselpreis nähert sich Rekordmarke

Nach einem weiteren Preissprung zum Wochenausklang stabilisierten sich die Spritpreise am Wochenende zunächst. Allerdings beobachtete der ADAC insbesondere beim Dieselkraftstoff eine leichte Tendenz nach oben. Sollte dieser Trend anhalten, könnte das Allzeithoch beim Dieselpreis bereits in der ersten Hälfte der neuen Woche überschritten werden.

Am Samstag lagen die bundesweiten Durchschnittspreise an den Tankstellen laut ADAC beim Diesel bei 2,301 Euro und bei Super E10 bei 2,083 Euro pro Liter. Regional sind dabei durchaus Abweichungen vom Mittelwert möglich, was in einigen Regionen zu noch höheren Preisen führen kann.

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Geopolitische Spannungen als Treiber

Hintergrund der Preisentwicklung sind die zunehmenden Befürchtungen, dass der Iran-Krieg weiter eskalieren könnte. Die jüngsten Drohungen zwischen den USA und dem Iran haben die Märkte in Aufruhr versetzt.

US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die strategisch wichtige Straße von Hormus vollständig öffnen. Aus Teheran folgte prompt eine deutliche Gegenwarnung: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde man Energieanlagen in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen.

Preisentwicklung der letzten Tage

Der Dieselpreis hatte sich zuvor innerhalb von nur zwei Tagen um mehr als 12 Cent erhöht – eine bemerkenswerte Steigerung in so kurzer Zeit. Am Freitag kostete ein Liter des Kraftstoffs im bundesweiten Tagesdurchschnitt noch 2,291 Euro, wie die aktuellen Daten des ADAC zeigen. Superbenzin der Sorte E10 war am Freitag mit 2,086 Euro je Liter etwas günstiger.

Vom Höchststand aus dem Jahr 2022, der kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs erreicht wurde, ist der Dieselpreis derzeit nur noch etwa 2 Cent entfernt. Beim Super E10 beträgt der Abstand zum damaligen Rekordniveau noch etwa 12 Cent.

Langfristige Preisentwicklung seit Kriegsbeginn

Beide Kraftstoffsorten haben seit Beginn des Iran-Kriegs stark angezogen. Ein Liter Diesel war am vergangenen Wochenende um über 55 Cent teurer als am Tag vor Kriegsausbruch, während ein Liter Benzin um über 30 Cent teurer geworden ist.

Hintergrund dieser Entwicklung sind die durch den Konflikt stark angestiegenen Rohölpreise auf den internationalen Märkten. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die der Mineralölindustrie vorwerfen, die Preise im Verhältnis zum Ölpreis überproportional stark erhöht zu haben.

Forderungen nach steuerlicher Entlastung

Der ADAC fordert angesichts der dramatischen Preisentwicklung eine Senkung der Energiesteuer. Nur durch eine solche Maßnahme ließen sich Verbraucherinnen und Verbraucher schnell und wirksam entlasten, so der Automobilclub.

Die ersten Preisdaten vom Sonntag deuteten in der Tendenz auf einen leichten weiteren Anstieg der Spritpreise hin. Am Morgen – gemeinhin die teuerste Tankzeit – kostete Diesel dem ADAC zufolge im Schnitt bereits 2,338 Euro und Super E10 2,150 Euro je Liter.

Unsicherheit bei Prognosen

Sollte sich der Dieselpreis im Tagesverlauf auf diesem Niveau einpendeln, steht ein neues Allzeithoch unmittelbar bevor. Allerdings machen die starken Schwankungen der letzten Zeit Prognosen extrem unsicher. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich von der geopolitischen Lage im Nahen Osten ab.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich auf weiterhin volatile Preise einstellen und gegebenenfalls ihre Tankgewohnheiten anpassen. Die regionalen Unterschiede bei den Tankstellenpreisen können dabei erheblich sein, weshalb ein Preisvergleich vor dem Tanken sinnvoll sein kann.

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