Promi-Chirurg Werner Mang kritisiert hohe Spritpreise in Deutschland
Promi-Chirurg kritisiert hohe Spritpreise in Deutschland

Promi-Chirurg Werner Mang kritisiert hohe Spritpreise in Deutschland

Der bekannte Schönheitschirurg Prof. Werner Mang aus Lindau in Bayern hat während eines Kurzurlaubs auf Mallorca die deutlich niedrigeren Spritpreise auf der Insel gelobt und gleichzeitig scharfe Kritik an der deutschen Steuerpolitik geübt. Während ein Liter Benzin in Palma de Mallorca aktuell nur 1,65 Euro kostet, liegt der Preis für E10 in Deutschland im Tagesdurchschnitt bei etwa 2,15 Euro.

Deutliche Worte gegen den deutschen Staat

Mang, der unserer Redaktion Fotos von einer Tankstelle in Palma de Mallorca zukommen ließ, äußerte sich deutlich: „Ich verbringe gerade ein paar Tage in unserer Finca auf Mallorca. Ich bin erstaunt über den Benzinpreis von 1,65 Euro für den Liter Benzin. Aber ich muss auch den Kopf schütteln und sagen: In Deutschland kassiert der unfähige Staat einfach nur ab!“

Der Vergleich der Kraftstoffpreise zeigt tatsächlich erhebliche Unterschiede:

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  • Benzin auf Mallorca: 1,65 Euro/Liter
  • Benzin in Deutschland: etwa 2,15 Euro/Liter
  • Diesel auf Mallorca: 2,03 Euro/Liter
  • Diesel in Deutschland: etwa 2,39 Euro/Liter

Staatliche Mehreinnahmen durch hohe Spritpreise

Mangs Kritik findet Unterstützung in einer Analyse des Wirtschaftsinstituts RWI aus Essen. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung soll der deutsche Staat im März aufgrund der gestiegenen Spritpreise fast 500 Millionen Euro zusätzlich über die Mehrwertsteuer eingenommen haben.

Der RWI-Ökonom Prof. Manuel Frondel berechnete, dass der Dieselpreis im März von 1,73 auf 2,29 Euro je Liter stieg – ein Plus von 32,4 Prozent. Dadurch erhöhte sich die Mehrwertsteuer von 27,6 auf 36,6 Cent je Liter, also um 9 Cent. Frondel fordert mittelfristig, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe gänzlich entfallen zu lassen.

Langsame Preisanpassung und politische Reaktionen

Experten weisen darauf hin, dass es einige Zeit dauern kann, bis sinkende Rohölpreise vollständig an den Tankstellen ankommen. Dieser sogenannte Rakete-und-Feder-Effekt ist aus früheren Krisen bekannt: Einem schnellen, starken Preisanstieg folgt ein nur langsamer Rückgang.

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, forderte im Gespräch mit dem Handelsblatt mehr Tempo bei der Preisanpassung: „Sinkende Rohölpreise sind ein klares Signal – und sie sollten sich auch zeitnah an der Zapfsäule widerspiegeln.“ Allerdings betonte Mundt auch die Grenzen seiner Behörde, die Preise nicht „auf Knopfdruck senken“ könne.

Der ADAC übt ebenfalls Druck aus und fordert, dass sich der Preisrückgang bei andauernd niedrigeren Ölpreisen fortsetzen müsse. Das Finanzministerium dementierte unterdessen die Berechnungen zu steigenden Steuereinnahmen und verwies auf eine insgesamt abnehmende Tankbereitschaft der Autofahrer.

Während Prof. Werner Mang auf Mallorca preiswerten Sprit tankt, bleibt die Situation an deutschen Tankstellen weiterhin angespannt. Die Diskussion über Steuersenkungen und faire Preisanpassungen dürfte in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen.

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