Berlin – Im April 2026 erreichten die Benzinpreise einen neuen Höchststand. Ein Liter Super E10 kostete im Monatsdurchschnitt 2,11 Euro, Diesel lag bei 2,27 Euro. Das teilt der ADAC mit. Damit übertrafen die Preise sogar die Spitzenwerte aus der Ukraine-Kriegszeit 2022. Zu den Ursachen der hohen Preise im April zählen hohe Rohölpreise und geopolitische Spannungen – vor allem der Iran-Konflikt.
Zwölf-Uhr-Regel zeigt keine Wirkung
Trotz der Einführung der Zwölf-Uhr-Regel, die eigentlich für niedrigere Preise sorgen sollte, blieb eine Entlastung aus. Im Gegenteil: Die Preise stiegen nach der Mittagszeit weiter an. Viele Autofahrer hofften auf eine spürbare Verbesserung, doch die erhoffte Entspannung blieb aus.
Tankrabatt bringt wenig Erleichterung
Und aktuell? Der seit dem 1. Mai 2026 geltende Tankrabatt hat auch nur begrenzte Wirkung. Laut ADAC sanken die Preise für Super E10 am 3. Mai 2026 auf 2,02 Euro, Diesel auf 2,10 Euro. Ein minimaler Rückgang, der im Vergleich zu den hohen April-Preisen kaum spürbar war. Der Automobilklub kritisierte, dass die Steuersenkung von rund 17 Cent nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurde. „Die Entwicklung geht in die falsche Richtung“, erklärte der ADAC. Trotz sinkender Rohölpreise bleiben die Preise weiterhin zu hoch.
Am heutigen Montag (4. Mai) veränderten sich die Preise nach 12 Uhr kaum im Vergleich zum Vortag. Besonders für Pendler und Viel-Tanker bleibt der Druck auf das Portemonnaie hoch. Auch die Hoffnung auf einen dramatischen Rückgang der Preise durch die Steuererleichterung hat sich bislang nicht erfüllt.
Sparen wird schwieriger
Umso wichtiger ist es, die Preise gezielt zu vergleichen. Schon innerhalb weniger Kilometer können die Unterschiede mehrere Cent pro Liter betragen. Wer flexibel ist, kann außerdem beim Zeitpunkt sparen: Oft sind die Spritpreise vor 12 Uhr günstiger als direkt nach dem Mittagsanstieg. Angebote wie „Clever Tanken“ helfen dabei, die günstigste Tankstelle in der Nähe zu finden. Da die Lage im Nahen Osten weiterhin angespannt bleibt, gibt es vorerst keine Entwarnung für Autofahrer – die hohen Preise könnten uns noch länger begleiten.
Experten raten daher, die Preise regelmäßig zu prüfen und bei Bedarf auch etwas weitere Strecken in Kauf zu nehmen, um günstiger zu tanken. Auch die Nutzung von Tank-Apps kann helfen, erhebliche Einsparungen zu erzielen. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten ist jedoch nicht mit einer schnellen Entspannung zu rechnen.



