Stufenzins im Test: Diese Festgeld-Alternative bietet Flexibilität und steigende Renditen
Stufenzins: Flexiblere Festgeld-Alternative im Test

Stufenzins: Die flexible Festgeld-Alternative mit steigenden Renditen

Für treue Sparerinnen und Sparer gibt es eine interessante Alternative zum klassischen Festgeld: den Stufenzins. Hinter Begriffen wie Zinswachstum, Zuwachssparen oder Plus-Zins verbirgt sich dasselbe Prinzip – Anleger werden von Jahr zu Jahr mit höheren Zinssätzen belohnt. Die Zeitschrift „Stiftung Warentest Finanzen“ hat in ihrer Ausgabe 4/2026 zehn solcher Angebote einer detaillierten Prüfung unterzogen.

Flexibilität als großer Vorteil

Der entscheidende Vorteil gegenüber traditionellem Festgeld liegt in der deutlich größeren Verfügbarkeit. Nach Ablauf einer festgelegten Kündigungssperrfrist kann die Anlage – häufig unter Einhaltung einer Dreimonatsfrist – aufgelöst werden. Damit bieten Stufenzins-Produkte mehr Spielraum für unvorhergesehene finanzielle Bedürfnisse, während sie gleichzeitig die Sicherheit einer verzinsten Geldanlage gewährleisten.

Die Testsieger für verschiedene Laufzeiten

Für Anleger, die ihr Geld etwa drei Jahre parken möchten, schnitten im Test die MMV Bank und die Gefa Bank am besten ab. Bei der MMV Bank erzielt das angelegte Kapital durchschnittlich 2,42 Prozent Zinsen pro Jahr, bei der Gefa Bank sind es 2,30 Prozent. Beide Institute verlangen eine Mindestanlagesumme von 10.000 Euro. Die Kündigungssperrfrist beträgt bei der MMV Bank neun Monate, bei der Gefa Bank zwölf Monate.

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Wer sogar fünf Jahre auf sein Geld verzichten kann, findet bei der Oldenburgischen Landesbank derzeit die attraktivsten Konditionen. Hier werden 2,30 Prozent Zinsen pro Jahr bei einer Mindestanlage von 1.000 Euro und einer zwölfmonatigen Kündigungssperrfrist geboten. Auf Platz zwei folgt die Targobank mit 2,10 Prozent Zinsen, einer Mindestanlage von 2.500 Euro und ohne Kündigungssperrfrist.

Gesamtrendite entscheidend, nicht Einzelzinsen

Ein wichtiger Hinweis für alle Verbraucherinnen und Verbraucher: Beim Vergleich von Stufenzins-Angeboten sollte man sich nicht von später hohen Nominalzinsen blenden lassen. Ein Beispiel ist die Bausparkasse Mainz, die im sechsten Jahr satte 3,75 Prozent Zinsen pro Jahr bietet. Allerdings liegen die Zinsen in den ersten drei Jahren deutlich unter einem Prozent, sodass die Gesamtrendite über die gesamte sechsjährige Laufzeit lediglich 1,59 Prozent beträgt. Diese Rendite dürfte kaum ausreichen, um die Inflation auszugleichen.

Daher lohnt sich stets ein Blick auf die durchschnittliche Verzinsung über die gesamte geplante Anlagedauer. Nur so lässt sich realistisch einschätzen, welches Angebot tatsächlich die beste Gesamtrendite verspricht.

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