Von der Inselliebe zu Mein Saltkrokan: Güstrows neuer Begegnungsort
Neuer Begegnungsort in Güstrow: Mein Saltkrokan

Ein neuer Treffpunkt entsteht in Güstrow

In der Güstrower Domstraße hat sich ein besonderer Ort des Austauschs etabliert. Katharina Kaden, die Inhaberin des Geschäfts, hat ihren Laden komplett umgestaltet und mit einem neuen Konzept versehen. Aus der ehemaligen Inselliebe wurde Mein Saltkrokan - ein Name, der an die fiktive Insel aus Astrid Lindgrens Kinderbuch Ferien auf Saltkrokan erinnert.

Mehr als nur ein Geschäft

Der Laden bietet heute deutlich mehr als nur Dekorationsartikel. Das Sortiment wurde gezielt erweitert und umfasst nun:

  • Gebrauchsgegenstände wie Seifen und Kerzen
  • Schokolade und andere Genussmittel
  • Eine Auswahl an Büchern
  • Ausgewählte Kleidungsstücke

Besonders auffällig ist die sinnliche Atmosphäre. Der Duft von rosa Lilien sowie marokkanischen und französischen Seifen durchzieht den Raum und schafft eine einladende Stimmung.

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Ein Ort des Zusammenkommens

Katharina Kaden hat bewusst mehr Sitzmöglichkeiten geschaffen, ohne dabei ein Café zu eröffnen. Die Menschen suchen nach Orten, an denen sie sich treffen und miteinander sprechen können, erklärt die Unternehmerin. Gerade in den Wintermonaten sei ein solcher Begegnungsort besonders wichtig.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass viele Kunden nicht nur zum Einkaufen kommen, sondern auch den Austausch mit anderen suchen. Es geht darum, sich besser kennenzulernen und Gemeinschaft zu erleben, so Kaden.

Veranstaltungen und besondere Angebote

Um diesem Bedürfnis noch besser gerecht zu werden, hat Katharina Kaden ein regelmäßiges Veranstaltungsprogramm entwickelt:

  1. Thekenlesen mit Doreen Rehfeldt, bei dem neue Bücher vorgestellt werden
  2. Rüschen & Rosé jeden letzten Samstag im Monat - ein Salon für Frauen zum entspannten Treffen und Kleidertausch
  3. Eine Lesung mit Schreibwerkstatt am 28. Februar und 1. März
  4. Eine Duftwerkstatt und einen Sommerflohmarkt

Ich bleibe offen für neue Ideen und schaue, was sich noch ergibt, sagt die Ladeninhaberin. Ihre besondere Leidenschaft für Literatur kann sie in diesem Konzept ideal einbringen.

Herausforderungen und Perspektiven

Der Weg zu diesem neuen Konzept war nicht einfach. Katharina Kaden eröffnete ihren Laden während der Corona-Pandemie - ungünstiges Timing, wie sie heute mit leicht ironischem Unterton bemerkt. Als die Pandemie überwunden schien, folgten Bauarbeiten auf dem Marktplatz und ein harter Winter, der viele Kunden fernhielt.

Fünfzig Prozent meiner Stammkunden sind in dieser Zeit weggebrochen, erinnert sich die Unternehmerin. Sie dachte bereits ans Aufhören und bewarb sich sogar auf eine Stelle, entschied sich dann aber doch für die Fortführung ihres Geschäfts.

Eine besondere Herausforderung war, dass es für die Umstrukturierung keine Förderung gab, da es sich nicht um eine Neueröffnung handelte. Die Stadt Güstrow überlegt nun, ob künftig auch bestehende Läden bei solchen Veränderungen unterstützt werden können.

Katharina Kaden bleibt optimistisch: Ich möchte einfach ein Stück Gutes bewahren, wie eine Insel, während ringsum im tosenden Meer vieles untergeht. Mit ihrem Kater Molli, der sich gern auf der Ladentheke niederlässt, hat sie einen tierischen Begleiter gefunden, der zur gemütlichen Atmosphäre beiträgt.

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