IBB Wohnungsmarktbericht: Mieten stagnieren auf hohem Niveau, Eigentumspreise steigen wieder
Berliner Mieten stagnieren, Eigentumspreise steigen

Berliner Wohnungsmarkt im Wandel: Mieten stagnieren, Eigentumspreise steigen

Der aktuelle Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) offenbart eine bemerkenswerte Entwicklung: Erstmals seit vielen Jahren sind die Angebotsmieten in der Hauptstadt kaum gestiegen. Dennoch verharren sie auf einem extrem hohen Niveau von durchschnittlich 15,78 Euro pro Quadratmeter netto kalt. Der minimale Anstieg von lediglich 4 Cent im Vergleich zum Vorjahr markiert den niedrigsten Zuwachs seit Beginn der Erfassung im Jahr 2012, abgesehen von der Phase des Mietendeckels im Jahr 2020.

Große Unterschiede zwischen den Bezirken

Die Analyse der IBB zeigt weiterhin erhebliche regionale Disparitäten innerhalb Berlins. In den begehrten Innenstadtlagen liegen die Angebotsmieten überwiegend bei mehr als 20 Euro pro Quadratmeter. Im Kontrast dazu bewegen sich die mittleren Angebotsmieten in den Randbezirken bei rund 13 Euro pro Quadratmeter. Diese Kluft unterstreicht die anhaltende Spannung auf dem Berliner Wohnungsmarkt.

Interessant ist der Vergleich mit den Daten des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Dessen Mitgliedsunternehmen, zu denen genossenschaftliche, kirchliche, landeseigene und private Anbieter zählen, verzeichneten im vergangenen Jahr zwar einen deutlichen Anstieg der Neuvertragsmieten um etwa elf Prozent. Allerdings lagen diese mit einem Durchschnitt von 9,54 Euro pro Quadratmeter deutlich unter den von der IBB erfassten Angebotsmieten.

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Wiederanstieg der Eigentumspreise

Eine entscheidende Wende zeigt der Bericht bei den Kaufpreisen für Wohneigentum. Nach mehreren Jahren rückläufiger Entwicklung ist hier wieder ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Der Medianpreis lag im Jahr 2025 bei 5.807 Euro pro Quadratmeter, was einem Anstieg von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung signalisiert eine erneute Belebung des Eigentumsmarktes in der Hauptstadt.

Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot

Die grundlegende Dynamik des Berliner Wohnungsmarktes bleibt angespannt. Die wachsende Bevölkerung treibt die Nachfrage kontinuierlich nach oben, während das Angebot aufgrund des schleppenden Neubaus kaum Schritt halten kann. Allerdings gibt es einen Lichtblick: Für das vergangene Jahr verzeichnet die Investitionsbank einen leichten Aufschwung bei den Baugenehmigungen. Mehr als 14.000 neue Wohnungen wurden genehmigt, was einem beachtlichen Plus von über 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die tatsächliche Fertigstellung dieser Einheiten wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Zusammenfassend zeigt der IBB-Bericht ein gemischtes Bild: Während die Mieten erstmals seit langem stagnieren, aber auf hohem Niveau verharren, steigen die Eigentumspreise wieder an. Die anhaltende Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot sowie die regionalen Unterschiede bleiben zentrale Herausforderungen für den Berliner Wohnungsmarkt.

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