Luxuswohnungen in London: Chamenei-Sohn besitzt Immobilien nahe israelischer Botschaft
Im noblen Londoner Stadtteil Kensington, nur wenige Meter von der israelischen Botschaft entfernt, besitzt Modschtaba Chamenei (56), der Sohn des getöteten Ayatollahs Ali Chamenei (†86), laut einer Recherche von Bloomberg zwei Luxuswohnungen. Der geschätzte Wert dieser Immobilien beträgt etwa 50 Millionen britische Pfund, was umgerechnet rund 57,7 Millionen Euro entspricht. Diese Lage wirft erhebliche Sicherheitsbedenken auf, da Chamenei als möglicher Nachfolger seines Vaters gilt und Israel gegenüber feindlich eingestellt ist.
Sicherheitsexperten warnen vor Spionagegefahr
Sicherheitsexperten äußern Besorgnis darüber, dass der Standort der Wohnungen, der sich nur 50 Meter hinter dem Gebäude der israelischen Botschaft befindet, zum Ausspähen genutzt werden könnte. Möglicherweise könnten diese Immobilien auch zur Vorbereitung von Anschlägen dienen, wie jüngste Ereignisse nahelegen. Am Freitagmorgen wurden vier mutmaßliche iranische Spionen festgenommen, die jüdische Einrichtungen und Synagogen ausgespäht haben sollen. Obwohl es keine konkreten Anschlagspläne gab, sind die Behörden in höchster Alarmbereitschaft.
Exklusive Lage und globale Immobilienaktivitäten
Die Wohnungen liegen im sechsten und siebten Stock an der sogenannten Palace Green, einer exklusiven Privatstraße, die auch als „Billionaires' Row“ bekannt ist. Diese Straße in der Nähe des Kensington Palace gilt als eine der teuersten Wohnstraßen weltweit und ist stark gesichert. Das Fotografieren ist in dieser sensiblen Umgebung nur eingeschränkt erlaubt. Bloomberg berichtet, dass Modschtaba Chamenei in den vergangenen Jahren ein weltweites Immobiliengeflecht im Wert von mehreren hundert Millionen Euro aufgebaut hat, darunter auch zwei Hotels in Frankfurt am Main.
Verschleierte Eigentumsverhältnisse und Sanktionen
Die Eigentumsverhältnisse dieser Immobilien sind so strukturiert, dass keine Vermögenswerte direkt auf den Namen von Chamenei laufen. Stattdessen dient der Multimillionär Ali Ansari (63) als Strohmann. Laut Recherchen hat Ansari die Wohnungen in London im Jahr 2014 für 19,2 Millionen Euro und im Jahr 2016 für knapp 22 Millionen Euro gekauft. Grundbuch- und Firmenunterlagen führen ihn formell als Besitzer auf, doch es wurde aufgedeckt, dass er nur im Auftrag des sanktionierten Mullah-Sohns handelt. Inzwischen unterliegt auch Ansari Sanktionen durch Großbritannien, und die Wohnungen dürfen nicht verkauft werden.
Diese Enthüllungen unterstreichen die politische Brisanz der Immobilienaktivitäten von Chamenei und die potenziellen Sicherheitsrisiken, die von solchen Investitionen in sensiblen städtischen Bereichen ausgehen. Die Behörden bleiben wachsam, um mögliche Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.



