Galeria-Gebäude in München soll weichen: Neubauprojekt am Rotkreuzplatz
Für die Mitarbeiter der Galeria-Filiale am Rotkreuzplatz in München zeichnen sich erneut turbulente Zeiten ab. Wie aus einer Einladung an die Mitglieder der Stadtgestaltungskommission hervorgeht, plant der neue Eigentümer des großen Backsteingebäudes umfangreiche bauliche Veränderungen. Das bestehende Gebäude soll weitgehend abgerissen werden, um Platz für einen Neubau mit Büros, Wohnungen und einem Hotel zu schaffen.
Details der geplanten Umgestaltung
In der Einladung an die Kommissionsmitglieder heißt es unter Top 4: „Der Bestand des Kaufhofs am Rotkreuzplatz soll in den Untergeschossen und im Erdgeschoss weitgehend erhalten und ertüchtigt werden.“ Die darüberliegenden Geschosse sollen jedoch „zurückgebaut“ werden – was faktisch einem Abriss gleichkommt. Auf dem angrenzenden Ladehof an der Pötschnerstraße ist ein Wohnhaus vorgesehen, während zum Rotkreuzplatz hin ein „Hochpunkt“ für Büros und ein Hotel entstehen soll.
Ungewisse Zukunft für das Kaufhaus
Die Pläne werfen die Frage auf, ob dies das endgültige Aus für das Galeria-Kaufhaus an diesem Standort bedeutet oder ob es eine radikale Verkleinerung erfährt. Eine Sprecherin von Galeria teilte auf Anfrage mit, man wolle sich am Dienstag, den 10. März, dazu äußern. Die Mitarbeiter der Filiale mussten in der Vergangenheit bereits mehrfach um ihre Arbeitsplätze bangen, da Galeria Karstadt Kaufhof dreimal insolvent war und die Schließung dieser Filiale immer wieder im Raum stand.
Hintergrund des Eigentümerwechsels
Die Kaufhof-Immobilie, die 1981 erbaut wurde, war Ende 2024 verkauft worden. Die Projektentwicklungsfirma OFB, eine Immobilienfirma der Landesbank Hessen-Thüringen, erwarb sie aus der Insolvenzmasse des Signa-Konzerns von René Benko. Galeria blieb als Mieter im Gebäude. Nach der Übernahme der Kaufhaus-Kette durch die neuen Eigentümer Bernd Beetz und Richard Baker im Sommer 2024 schien sich die Situation zunächst zu beruhigen. Anfang 2025 wurde gemeldet, dass alle verbliebenen 83 Filialen – einschließlich der am Rotkreuzplatz – wieder Gewinne erzielt hätten.
Nächste Schritte und Prüfung
Die Stadtgestaltungskommission wird sich in ihrer nächsten Sitzung am 24. März damit befassen, ob sich der geplante Neubau in die Umgebung einfügt. Von den einst vier Galeria-Filialen in München ist diese am Rotkreuzplatz eine der verbliebenen Standorte, deren Zukunft nun erneut ungewiss ist. Die Entscheidung der Kommission wird maßgeblich darüber entscheiden, ob die Pläne des neuen Eigentümers realisiert werden können.



