Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im Mai weniger Bestellungen erhalten. Der Auftragseingang lag preisbereinigt um ein Prozent unter dem Vorjahreswert, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte. Während die Inlandsbestellungen um drei Prozent zurückgingen, legten die Aufträge aus dem Ausland um ein Prozent zu.
Euroraum-Nachfrage bricht ein – Nicht-Euro-Länder legen zu
Besonders schwach fiel dem Verband zufolge die Nachfrage aus den Euro-Partnerländern aus, aus denen 21 Prozent weniger Bestellungen eingingen als ein Jahr zuvor. Aus Nicht-Euro-Ländern kamen dagegen 11 Prozent mehr Aufträge. VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt nannte die Sorgen der Kunden über die weltweiten Krisen und damit auch über drohende Lieferengpässe bei Vormaterialien als Grund für die Zurückhaltung. „Damit bleibt die Branche in Wartestellung.“ Im Inland müsse die Regierung die Unternehmen mit Reformen spürbar entlasten. „Unser Industriestandort braucht dringend ein maßgebliches Upgrade.“
Dreimonatsvergleich zeigt Zuwächse dank Großaufträgen
Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum von März bis Mai ergaben sich Zuwächse sowohl bei Bestellungen aus dem Inland (plus 3 Prozent) als auch aus dem Ausland (plus 13 Prozent). Laut Verband hatte es im März außergewöhnlich starke Großaufträge gegeben. Die Branche bleibt jedoch angesichts der anhaltenden Unsicherheit in der Warteschleife.



