Fast jeder dritte Berliner kann sich Sommerurlaub nicht leisten
Fast jeder dritte Berliner: Sommerurlaub unerschwinglich

Laut einer aktuellen Sparkassen-Umfrage kann sich fast jeder dritte Berliner (32 Prozent) den Sommerurlaub nicht leisten. Trotz anhaltender Wirtschafts- und Klimakrise steigt die Reiselust der Hauptstädter wieder an, doch das Budget bleibt oft knapp. Die Umfrage zeigt deutliche Veränderungen bei den Reisezielen und -plänen.

Reiselust trotz Krise

Im Vergleich zum Vorjahr planen wieder mehr Berliner eine Urlaubsreise. Rund 58 Prozent der Befragten gaben an, in diesem Sommer verreisen zu wollen – ein Anstieg um 6 Prozentpunkte. Dennoch bleibt die finanzielle Hürde für viele hoch. „Die hohen Lebenshaltungskosten und die Inflation belasten die Haushaltskassen“, erklärte ein Sprecher der Sparkasse Berlin. „Viele müssen bei der Urlaubsplanung Abstriche machen.“

Veränderte Reiseziele

Die traditionellen Ziele im Ausland verlieren an Bedeutung. Stattdessen setzen immer mehr Berliner auf Reisen innerhalb Deutschlands. Die Ostseeküste, insbesondere Kühlungsborn, sowie die bayerischen Alpen sind besonders beliebt. Rund 45 Prozent der Befragten planen einen Inlandsurlaub, während nur 38 Prozent ins Ausland reisen möchten. „Die Klimakrise und die gestiegenen Flugpreise führen zu einer Rückbesinnung auf heimische Reiseziele“, so der Sparkassen-Sprecher.

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Kurze Reisen und günstige Alternativen

Die durchschnittliche Reisedauer sinkt. Viele Berliner buchen kürzere Aufenthalte von drei bis fünf Tagen, um Kosten zu sparen. Auch günstige Unterkünfte wie Campingplätze oder Ferienwohnungen werden häufiger gewählt. „Wir beobachten einen Trend zu Last-Minute-Angeboten und Kurzurlauben“, ergänzte der Sprecher. „Die Menschen sind preisbewusster geworden.“

Regionale Unterschiede

Die Umfrage zeigt zudem Unterschiede zwischen den Bezirken. In wohlhabenderen Stadtteilen wie Zehlendorf oder Grunewald liegt der Anteil derer, die auf den Urlaub verzichten müssen, bei nur 15 Prozent. In sozial schwächeren Bezirken wie Neukölln oder Marzahn-Hellersdorf sind es dagegen über 40 Prozent. „Die soziale Schere zeigt sich auch beim Reiseverhalten“, betonte der Sparkassen-Sprecher.

Insgesamt bleibt die Stimmung in der Berliner Bevölkerung gespalten: Während die Reiselust wieder zunimmt, kämpfen viele mit finanziellen Einschränkungen. Die Sparkassen-Umfrage wurde im Juni 2026 unter 1.000 Berlinerinnen und Berlinern durchgeführt.

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