Die globale politische Lage ist angespannt: Hormus-Blockade, Zölle und volatile Märkte prägen das Bild. Ein Ende der Multikrise ist nicht in Sicht. Viele angehende Anleger und Anlegerinnen zögern daher, ihr Geld in Aktien zu investieren. Doch genau das sei ein Fehler, warnt Kolumnistin Natascha Wegelin im Tagesspiegel. „Die Marktverunsicherung als Zeichen zum Abwarten wahrzunehmen, ist der wohl größte Fehler, den insbesondere Frauen gerade begehen können“, schreibt sie.
Finanzielle Resilienz als Schlüsselkompetenz
Gerade weil die Welt so unsicher ist, sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit dem Investieren zu beginnen. Wer ein finanzielles Fundament aufgebaut habe, erlebe wirtschaftliche Krisen aus einer Position der Stärke, anstatt ihnen hilflos ausgeliefert zu sein. Diese Fähigkeit bezeichnen Experten als finanzielle Resilienz. Laut Wegelin ist sie die wichtigste Handlungsfähigkeit, die Frauen heute entwickeln können.
Multikrise als Chance nutzen
Die Kolumnistin rät, die aktuelle Verunsicherung nicht als Hinderungsgrund, sondern als Ansporn zu sehen. Statt auf fallende Kurse zu warten, sollten Anlegerinnen langfristig denken und regelmäßig investieren. „Wer jetzt einsteigt, profitiert von günstigen Einstiegskursen und dem Zinseszinseffekt“, so Wegelin. Sie verweist auf historische Daten, die zeigen, dass Phasen hoher Unsicherheit oft überdurchschnittliche Renditen in den Folgejahren gebracht haben.
Frauen besonders betroffen
Besonders Frauen neigten dazu, in Krisenzeiten vorsichtig zu sein und Geld auf Sparbüchern zu lassen. Dabei verlieren sie durch Inflation und niedrige Zinsen real an Kaufkraft. Wegelin appelliert: „Jetzt ist die Zeit, mutig zu sein und die eigene finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.“ Sie empfiehlt, mit kleinen Beträgen zu starten und sich Schritt für Schritt an die Kapitalmärkte heranzutasten.



