Logistikbranche protestiert in Cottbus: Lkw-Korso gegen Dieselpreise und Wettbewerbsdruck
Mit einem beeindruckenden Lkw-Korso durch die Straßen von Cottbus haben Fahrer und Logistikunternehmen am Nachmittag ein deutliches Zeichen gegen die explodierenden Dieselpreise und den zunehmenden Wettbewerbsdruck gesetzt. Nach Angaben eines Sprechers der Mittelstandsinitiative Brandenburg beteiligten sich rund 50 Lastwagen an der Demonstration, die von weiteren Fahrzeugen und Demonstranten unterstützt wurde. Die Polizei begleitete den Protestzug, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.
Branche fordert politische Entlastungen
Die Transportbranche nutzte den Zeitpunkt der Verkehrsministerkonferenz in Lindau am Bodensee, um ihre Forderungen nach Entlastungen von der Politik lautstark zu unterstreichen. Höhere Transportkosten, die unter anderem als Folge des Iran-Krieges entstehen, belasten die Unternehmen zusätzlich zu den bereits seit längerem kritisierten Wettbewerbsbedingungen. Ein Transparent in Cottbus mit der Aufschrift „Wenn wir stehen, steht Deutschland“ verdeutlichte die essentielle Rolle der Logistikbranche für die Versorgung der Bevölkerung, etwa durch Lieferungen an Supermärkte.
Beeinträchtigungen im Stadtverkehr
Wegen des Lkw-Korsos mussten sich Fahrgäste in Bussen und Straßenbahnen in Cottbus auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Die Demonstration unterstrich nicht nur die wirtschaftlichen Nöte der Branche, sondern auch ihre zentrale Bedeutung für die Infrastruktur. Parallel rief der Bundesverband Logistik und Verkehr-pro während des Treffens der Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister in Lindau zu einer Mahnwache auf, um die Forderungen bundesweit zu verstärken.
Gespräche mit der Politik geplant
Die Mittelstandsinitiative Brandenburg, die als Mitveranstalter der Demonstration in Cottbus auftrat, hat in der Vergangenheit bereits in der Corona-Krise gegen die Politik der Bundesregierung mobil gemacht. Ein Sprecher der Organisation betonte, dass man nun auch in Brandenburg das Gespräch mit der Politik suchen wolle, um konkrete Lösungen für die anhaltenden Probleme zu erarbeiten. Die Branche dringt auf schnelle Maßnahmen, um die wirtschaftliche Belastung durch steigende Dieselpreise und unfairen Konkurrenzdruck zu mildern.



