Börsen-Profi Timo Baudzus hat im BILD-Finanztalk „Money Mittwoch“ eine deutliche Warnung an alle Anleger ausgesprochen. Nach einem erfolgreichen Jahr an der Börse würden sich viele Anleger für Warren Buffett halten – ein gefährlicher Irrglaube, der zu erheblichen Risiken führen könne.
Selbstüberschätzung nach Kursgewinnen
Laut Baudzus neigen Anleger nach einem guten Jahr dazu, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen. „Viele halten sich nach einem guten Jahr an der Börse für Warren Buffett. Doch das ist sehr riskant“, zitiert BILD den Experten. Diese Selbstüberschätzung führe oft zu überhöhten Risiken und spekulativen Entscheidungen, die im nächsten Jahr teuer zu stehen kommen könnten.
Risikofaktor: Zu viel Vertrauen in die eigene Strategie
Der Börsen-Profi betont, dass ein gutes Börsenjahr nicht automatisch bedeute, dass die eigene Anlagestrategie perfekt sei. Oft seien es einfach günstige Marktbedingungen, die zu den Gewinnen geführt hätten. Anleger sollten daher nicht in Euphorie verfallen, sondern weiterhin diszipliniert und risikobewusst investieren.
Baudzus empfiehlt, nach einem erfolgreichen Jahr die eigene Strategie kritisch zu hinterfragen und nicht auf vermeintliche Glückssträhnen zu vertrauen. „Wer sich nach einem guten Jahr für unfehlbar hält, macht den ersten Schritt in Richtung Verlust“, warnt der Experte.
Gefahr von Spekulationsblasen
Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der viele Anleger von hohen Renditen verführt werden. Besonders im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und Technologieaktien gibt es derzeit große Kursgewinne, die jedoch auch Risiken bergen. Baudzus sieht Parallelen zu früheren Spekulationsblasen und rät zu Vorsicht.
Anleger sollten sich nicht von kurzfristigen Erfolgen blenden lassen, sondern langfristig denken und auf eine breite Streuung ihres Portfolios achten. „Die Börse belohnt Geduld und Disziplin, nicht Übermut“, so Baudzus abschließend.



