Maschinenprobleme legen Ausflugsschiff lahm
Ein Fahrgastschiff mit 40 Menschen an Bord ist am Dienstag, 5. Mai, im Salzhaff bei Rerik im flachen Wasser festgekommen. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) musste mit zwei Einheiten ausrücken, um die „Ostseebad Rerik“ aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Grund waren kurzzeitige Maschinenprobleme, die das Schiff manövrierunfähig machten.
Das 34 Meter lange und im Revier beheimatete Ausflugsschiff war aufgrund der technischen Schwierigkeiten neben dem schmalen Fahrwasser teilweise auf Grund gelaufen. Der Kapitän setzte am Nachmittag einen Notruf an die deutsche Rettungsleitstelle See in Bremen ab, nachdem alle Versuche, das Schiff aus eigener Kraft zu lösen, gescheitert waren.
Zwei Rettungseinheiten im Einsatz
Die Freiwilligenstation Timmendorf/Poel entsandte das Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“, das die „Ostseebad Rerik“ nach etwa 30 Minuten erreichte. Für das Freischleppen vom Schlick war jedoch zusätzlich der Seenotrettungskreuzer „Arkona“ der Station Warnemünde erforderlich. Die Besatzung bot an, die Fahrgäste vorübergehend an Land zu bringen, doch dieses Angebot wurde nicht genutzt.
Um ein Auflaufen der Rettungsboote im Flachwasser zu verhindern, brachte die „Wilma Sikorski“ eine Schleppleine von der „Arkona“ zum Fahrgastschiff aus. Während des Einsatzes sank der Wasserstand im Haff infolge von Nordostwind um mehrere Zentimeter, was die Aktion zusätzlich erschwerte. Gemeinsam gelang es den beiden Rettungseinheiten schließlich, die „Ostseebad Rerik“ zurück in tieferes Wasser zu ziehen.
Passagiere blieben unversehrt
Nach dem erfolgreichen Freischleppen setzte das Ausflugsschiff seine Fahrt eigenständig fort. Die DGzRS betonte, dass für die 40 Passagiere zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden habe. Der Einsatz zeigte einmal mehr die wichtige Arbeit der Seenotretter an der deutschen Ostseeküste, die auch bei schwierigen Bedingungen schnelle Hilfe leisten.



