Historisches DDR-Menü kehrt in Teterower Gaststätte zurück
Ein faszinierendes Stück Lokalgeschichte wird in der Mecklenburgischen Schweiz wieder lebendig. Pascal Steinmetz, der engagierte Betreiber der Waldgaststätte „Uns Hüsung“ in Teterow, hat einen besonderen kulinarischen Schatz entdeckt und plant dessen Wiederbelebung. Eine mehr als 50 Jahre alte Speisekarte, die einst für einen Rennfahrerball im damaligen Hotel „Mecklenburger Hof“ erstellt wurde, dient als Inspiration für ein außergewöhnliches Gastronomieprojekt.
Motorsportbegeisterung als treibende Kraft
Steinmetz ist nicht nur leidenschaftlicher Gastronom, sondern auch ein großer Fan des legendären Bergringrennens. „Bergring und Teterow – das gehört ganz einfach zusammen“, betont der Gastwirt, der in den vergangenen Jahren kaum ein Rennen auf dem berühmten Grasbahnkurs verpasst hat. Selbst beruflich war er bereits auf dem Veranstaltungsgelände aktiv und versorgte Motorsportfans mit kulinarischen Angeboten. Nach der erzwungenen Pause im Vorjahr freut er sich besonders auf das bevorstehende Rennwochenende Ende Mai.
Kulinarische Zeitreise mit ausgewählten Gerichten
Um die Vorfreude auf das Motorsportevent zu verstärken, hat Steinmetz eine kreative Idee entwickelt. Aus der historischen Speisekarte möchte er nicht das komplette Menü, sondern sorgfältig ausgewählte Gerichte übernehmen. Besonders angetan hat es ihm ein traditionelles Hechtgericht, bei dem der Fisch im Bierteig serviert wird. Ebenfalls geplant ist das sogenannte „Diplomatenschnitzel“ mit Fruchtsalat und Toast.
„Ich finde es schön, diese Idee wieder aufzugreifen. Das ist mal eine ganz andere Art und Weise für den Bergring, die Werbetrommel zu rühren“, erklärt Steinmetz begeistert. Für seinen Küchenchef stellt die Umsetzung der historischen Rezepte eine besondere Herausforderung dar, die das Team gerne annimmt.
Präsentation und zeitliche Verfügbarkeit
Der Gastronom hat bereits einen Werbegestalter beauftragt, um die Bergring-Speisekarte in ansprechender Form präsentieren zu können. „Das wurde zum Rennfahrerball damals schon so gemacht und das soll natürlich auch bei uns so sein“, betont Steinmetz. Die ausgewählten Gerichte sollen nicht nur am Rennwochenende selbst, sondern während des gesamten Monats Mai in der Waldgaststätte angeboten werden.
Preisanpassungen an moderne Verhältnisse
So sehr sich der Gastwirt über die Inspiration aus der Vergangenheit freut, muss er bei einem Punkt realistische Anpassungen vornehmen. Die historischen Preise, zu denen der Hecht einst für nur 4,35 Ostmark angeboten wurde, lassen sich heute nicht mehr halten. „Da haben sich die Zeiten eben doch gewaltig geändert. Aber dafür werden die Gäste sicher Verständnis haben“, ist Steinmetz überzeugt. Die kulinarische Zeitreise steht somit im Vordergrund, während die Preise den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechen.
Dieses besondere Projekt verbindet auf einzigartige Weise lokale Gastronomietradition mit der lebendigen Motorsportkultur der Region und verspricht den Gästen der Waldgaststätte „Uns Hüsung“ im Mai ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis.



