Erste Urlauber aus Dubai in Frankfurt gelandet: Raketenalarme und Ängste hinter sich
Deutsche Urlauber aus Dubai zurück: Raketenalarme in Frankfurt

Erste deutsche Urlauber nach Raketenalarmen in Dubai in Frankfurt gelandet

Frankfurt (Main) – Die Erleichterung war greifbar, als der Emirates-Airbus A380 am Dienstag gegen 13.34 Uhr auf dem Frankfurter Flughafen aufsetzte. Für viele der deutschen Urlauber an Bord bedeutete die Landung das Ende von Tagen voller Sirenen, Raketenwarnungen und ungewisser Stunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die eskalierte Lage im Nahen Osten mit möglichen iranischen Angriffen hatte ihren Urlaub oder Geschäftsaufenthalt jäh unterbrochen.

Raketen vom Balkon aus beobachtet

Wie nah die Bedrohung wirklich war, schildern Rückkehrer eindrücklich. Wassim Malas (39) aus Baden-Baden, der eigentlich in Dubai lebt, berichtet: „Ich habe erlebt, wie Jets Raketen verfolgt haben. Wir haben die Raketen vom Balkon aus gesehen. Ich bin erleichtert, dass ich wieder da bin, und ich hoffe, dass sich die Lage beruhigt.“ Die Bilder am Himmel, so sagt er, hätten sich bei ihm eingebrannt.

Für Kommunikationsmanager Robert aus Köln, der beruflich in Dubai war, bedeuteten die Alarme auf dem Handy eine abrupte Wendung: „Es gab Alarme aufs Handy, dann sind wir im Hotel in die Tiefgarage.“ Statt Meetings stand plötzlich das Suchen nach Schutz im Vordergrund – der Alltag war vorbei.

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Nächtliche Alarme und familiäre Ängste

Alexander Link (37) aus Rüsselsheim betont besonders die psychischen Belastungen: „Als der Alarm losging und man am Himmel Raketen gesehen hat – das prägt einen. Die Alarme nachts, die vergisst man nicht. So was habe ich noch nie erlebt.“ Interessanterweise habe seine Familie in Deutschland mehr Angst gehabt als er selbst.

Besonders hart traf die Situation Familien. Paulina Roth (32) war mit ihrem Mann Christopher (41) und dem 15 Monate alten Sohn Ole unterwegs. „Das war pure Angst, als die Warnmeldungen auf das Handy kamen. Wir wollten die Angst aber nicht zugeben“, gesteht sie. Heute sagt sie erleichtert: „Wir sind so privilegiert, dass wir hier in Sicherheit sind.“

Unsicherheit bei Flugverbindungen

Die Rückreise gestaltete sich äußerst schwierig. Erst am Montagabend teilte das Medienbüro von Dubai mit, dass eine kleine Anzahl von Flügen wieder möglich sei. Allerdings gilt die Sicherheitslage weiterhin als unsicher und kann sich jederzeit ändern. Neben der Emirates-Verbindung aus Dubai wurden am Dienstag auch weitere Flüge aus Abu Dhabi in Frankfurt erwartet. Die Airlines planen derzeit sehr kurzfristig, was für Reisende zusätzlichen Stress bedeutet.

Sascha Kuszewski (49) aus Dortmund bringt es auf den Punkt: „Ich hab erst geglaubt, dass wir wieder nach Deutschland können, als der Flieger wirklich abgehoben hat. Da war ich erleichtert.“ Seine Ehefrau holte ihn in Frankfurt mit Rosen ab – ein emotionaler Moment nach Tagen der Ungewissheit.

Die Rückkehrer sind nun in Sicherheit, doch die Erinnerungen an Explosionen, gestrichene Flüge und die allgegenwärtige Angst werden sie noch lange begleiten. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, und viele hoffen auf eine baldige Beruhigung der Situation.

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