Deutscher Marketingberater erlebt Drohnenangriff am Dubai-Flughafen hautnah
Der deutsche Marketingberater Olaf Gajodosz (38) befand sich am Samstag, den 8. März 2026, am Dubai International Airport, als eine Drohne einschlug und eine massive Explosion verursachte. Gajodosz, der gerade an seinem Gate stand und auf seinen Rückflug nach Frankfurt wartete, sah aus den Fenstern nur wenige hundert Meter entfernt die Rauchwolke aufsteigen.
„In diesem Moment dachte ich, jetzt ist es vorbei“
„In diesem Moment dachte ich wirklich, jetzt ist es vorbei“, beschreibt Gajodosz seine ersten Sekunden nach der Explosion gegenüber BILD. Die Detonation war im gesamten Flughafengebäude deutlich zu spüren und löste sofortige Sicherheitsmaßnahmen aus.
Kurz nach dem Vorfall wurde der gesamte Flughafen geräumt und tausende Passagiere mussten evakuiert werden. Doch überraschenderweise erhielt Gajodosz am Samstagnachmittag die Information, dass sein Emirates-Flug EK 045 nach Frankfurt doch stattfinden würde. Mit seinem Gepäck – und der ständigen Sorge vor einem weiteren Angriff – begab er sich an Bord.
Totenstille im Flugzeug und endlose Minuten des Wartens
In der Maschine herrschte laut Gajodosz eine beklemmende Stille. „Als wir auf das Rollfeld gefahren sind, betete man, dass nichts passiert und man zurückmuss. Man schaute und hinterfragte alles“, berichtet der Unternehmer. Die Passagiere standen lange auf der Position, von der aus der Start erfolgen sollte, ohne dass sich etwas tat.
„Jede Minute fühlt sich endlos an. Jeder Blick aus dem Fenster macht nervös“, so Gajodosz weiter. Die Vereinigten Arabischen Emirate gaben bekannt, dass am Samstag insgesamt 16 Raketen und 119 Drohnen abgefangen worden waren. Diese Information verstärkte die Anspannung zusätzlich.
Gemeinschaft unter gestrandeten Reisenden
An Bord befanden sich neben Dubai-Urlaubern vor allem Reisende, die nach einem Gabelflug in der Metropole gestrandet waren. Gajodosz hatte sich mit anderen Deutschen verbunden, die aus Thailand kamen und ebenfalls in Dubai festsaßen. Sie tauschten Informationen aus und versuchten sich gegenseitig zu beruhigen.
„Die ersten 10 bis 15 Minuten im Flugzeug herrschte Totenstille, alle wollten nur raus“, erinnert sich Gajodosz. Trotz der extremen Stresssituation lobte er jedoch das Verhalten der Flugbesatzung: „Die Crew und der deutsche Pilot waren sehr lieb. Ich bin einfach nur glücklich, dass mich Emirates rausgeflogen hat.“
Professionelle Abläufe am Flughafen
Gajodosz betonte, dass die Abläufe am Flughafen trotz der Ausnahmesituation äußerst geordnet verliefen. Das Personal habe sich durchweg professionell gezeigt und für die Sicherheit der Passagiere gesorgt.
Inzwischen ist der Marketingberater zurück in Deutschland und atmet auf. „Ich war schon erleichtert, in Europa zu sein und dass ich morgens Vogelgezwitscher höre und keinen Alarm. Gott sei Dank kam ich da gestern raus.“ Seine Erfahrung am Dubai-Flughafen wird ihm noch lange in Erinnerung bleiben.



