Nach sechs gescheiterten Investoren: Ferienpark Woblitz-Park in Wesenberg nimmt Gestalt an
In Wesenberg, auf dem Gelände der ehemaligen Holzindustrie, entwickelt sich der Ferienpark Woblitz-Park allmählich zu einem bedeutenden Tourismusprojekt. Der Rohbau des ersten Musterferienhauses steht bereits, doch der Unternehmer Jörg Ullbrich, Geschäftsführer der Woblitzpark Wesenberg GmbH, sucht weiterhin Investoren für die geplanten 54 Ferienhäuser. Das Projekt markiert einen Neuanfang, nachdem seit 1999 sechs Investoren an dem Areal gescheitert waren.
Fertigstellung des ersten Musterhauses verzögert sich
Das Richtfest wurde im Dezember 2025 gefeiert, doch die aktuellen frostigen Temperaturen bremsen den Baufortschritt erheblich. Ursprünglich sollte das erste Ferienhaus bereits im März fertiggestellt sein. „Die Witterung hat uns leider zurückgeworfen, sodass das Haus erst voraussichtlich Ende April fertig sein wird“, erklärt Ullbrich. Zudem haben steigende Baupreise dazu geführt, dass der Verkaufspreis neu kalkuliert werden muss.
Auf dem etwa 25.000 Quadratmeter großen Gelände werden alle 54 Einheiten als Doppelhäuser von regionalen Unternehmen errichtet. Jedes Haus verfügt über eine Wohnfläche von rund 100 Quadratmetern und eine ansprechende Außenanlage. Geplant ist auch ein großer Spielplatz, der das familienfreundliche Ambiente unterstreicht. Im Musterferienhaus wird neben einer Ferienwohnung ein Verkaufsbüro eingerichtet, um potenzielle Käufer und Gäste zu informieren.
Umfangreiche Infrastruktur mit öffentlichem Zugang
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entstehen weitere Ferienhäuser sowie ein Servicegebäude mit Rezeption. Besonders hervorzuheben sind die geplanten Freizeiteinrichtungen:
- Ein Schwimmbad
- Eine Saunalandschaft
- Ein Bistro
Schwimmbad und Saunalandschaft sollen nicht nur den Feriengästen, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich sein. „Auch der Schulsport könnte dann hier sein Zuhause finden“, blickt Ullbrich voraus. Diese Infrastrukturaufwertung wird sich positiv auf die gesamte Region auswirken, ist der Unternehmer überzeugt. Einheimische aus Neustrelitz könnten an Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten ihre Verwandtschaft in den Ferienhäusern unterbringen.
Unterstützung von Stadt und Landkreis
Die Stadt Wesenberg und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte unterstützen das Projekt aktiv, da sie ein großes Interesse an der Weiterentwicklung des ehemaligen Holzindustriegeländes haben. In ihrer letzten Sitzung haben die Stadtvertreter der Änderung des Bauplanes vollumfänglich zugestimmt, was den Weg für den Ferienpark ebnet.
Vermarktung und zukünftige Pläne
Mit der Vermarktung möchte Jörg Ullbrich noch im März beginnen und arbeitet dabei mit der Marketingfirma Interhome zusammen. Diese sieht in Mecklenburg-Vorpommern und speziell in der Mecklenburgischen Seenplatte erhebliches Entwicklungspotenzial. Ferienparks sind in Ländern wie den Niederlanden, Dänemark und Schweden bereits etabliert und gewinnen nun auch in Deutschland an Bedeutung, da Urlauber den umfassenden Service schätzen.
Ullbrich, der das Gelände vor etwa zehn Jahren kaufte und seitdem in Wohnhäuser investierte, legt besonderen Wert auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Als großer Ostseefan hat er festgestellt, dass dieses Verhältnis an der Ostsee oft nicht mehr stimmt, und möchte im Woblitz-Park eine attraktive Alternative bieten.
Der Unternehmer plant, den Ferienpark erstmals vom 3. bis 5. März auf der Internationalen Touristikbörse (ITB) in Berlin vorzustellen. Für 2027 ist die Teilnahme an der Grünen Woche in Berlin geplant, um den Landkreis bekannter zu machen und weitere Investoren anzuziehen.



