Frankfurter Hotel-Gigant erwacht: Ehemaliges InterContinental soll nach Sanierung wiedereröffnen
Fast sechs Jahrzehnte lang war es eine der bedeutendsten Adressen in Frankfurt am Main – das Hotel InterContinental. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1963 galt es mit seiner imposanten Zimmeranzahl sogar als das größte Hotel in ganz Deutschland. Seit 2021 jedoch steht das einstige Fünf-Sterne-Haus leer und verwaist. Möbel und Geschirr wurden über Online-Plattformen veräußert. Jetzt aber gibt es neue Hoffnung für das traditionsreiche Gebäude: Der Eigentümer plant eine umfassende Sanierung mit dem Ziel der Wiedereröffnung.
Umfassende Sanierungspläne des Eigentümers
Laut Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat das Immobilienunternehmen Aroundtown, der aktuelle Eigentüer des Gebäudes, konkrete Pläne für eine Renovierung des Hotelkomplexes. Das Ziel ist ambitioniert: Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll das traditionsreiche Haus wieder als Hotelbetrieb seine Pforten öffnen. Wer den Betrieb künftig führen wird, steht allerdings noch nicht fest. Aroundtown war für eine Stellungnahme zu den detaillierten Plänen bisher nicht erreichbar.
Historische Bedeutung und prominente Gäste
Das 1963 eröffnete Hotel auf der Wilhelm-Leuschner-Straße im Frankfurter Bahnhofsviertel war über Jahrzehnte hinweg ein Anlaufpunkt für internationale Gäste und Prominenz. Zu den berühmtesten Gästen zählte die Boxlegende Muhammad Ali. Das Hochhaus verfügte zuletzt über 467 Zimmer, die sich auf 21 Stockwerke verteilten, und bot umfangreiche Räumlichkeiten für Konferenzen und Veranstaltungen.
Mediale Präsenz und dunkle Kapitel
Das „Interconti“, wie es im Volksmund oft genannt wurde, hatte auch eine bemerkenswerte mediale Präsenz:
- Ein Zimmer diente als Kulisse für die Kanzlei von Dr. Renz in der ZDF-Serie Ein Fall für zwei.
- Im Juli 2019 fand dort ein offenes Casting für die TV-Show Deutschland sucht den Superstar statt.
Geänderte Entwicklungspläne
Ursprünglich waren für die Immobilie weitaus umfangreichere Entwicklungspläne vorgesehen. Diese sahen den Anbau von zwei sechs- bis siebengeschossigen Gebäudeteilen vor, die folgende Nutzungen beinhalten sollten:
- Büroflächen und Konferenzsäle
- Ein Ballsaal und Gastronomiebetriebe
- Wohnungen, davon 30 Prozent öffentlich gefördert
- Einzelhandel und eine Kindertagesstätte
- Eine begrünte Dachterrasse mit Pool
Die geplante Wiedereröffnung des ehemaligen Hotelriesen markiert einen bedeutenden Schritt für die Frankfurter Hotel- und Tourismuslandschaft. Nach Jahren des Leerstands könnte das historische Gebäude bald wieder seine einstige Strahlkraft entfalten und Gäste aus aller Welt willkommen heißen.



