Gastgewerbe in der Krise: Umsätze schrumpfen 2025 real trotz Preisanstieg
Gastgewerbe: Reale Umsätze 2025 im Minus

Deutsches Gastgewerbe kämpft mit realen Umsatzeinbußen

Die deutsche Gastronomie- und Hotelbranche befindet sich seit Jahren in einer anhaltenden Flaute. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden konnten Hotels, Pensionen, Restaurants und vergleichbare Betriebe im Jahr 2025 nur aufgrund von Preiserhöhungen nominell mehr Umsatz erzielen. Während die Einnahmen in aktuellen Preisen um 1,4 Prozent zum Vorjahr stiegen, schrumpften die Umsätze preisbereinigt um beachtliche 2,1 Prozent.

Beherbergung und Gastronomie gleichermaßen betroffen

Die Beherbergungsbetriebe, zu denen Hotels und Pensionen zählen, verzeichneten 2025 real ein Umsatzminus von 2,0 Prozent. Noch etwas stärker traf es die Gastronomie mit einem Rückgang von 2,2 Prozent. Bemerkenswert ist, dass selbst der umsatzstarke Monat Dezember mit der Weihnachtssaison und zahlreichen Feierlichkeiten keine positive Wendung brachte. Auch in dieser Zeit gab es preisbereinigt deutliche Umsatzeinbußen.

Der starke Deutschland-Tourismus, der 2025 ein Rekordjahr erlebte, stützte zwar die Hotels und Pensionen zumindest teilweise. Doch insbesondere die Gastronomie steht seit Jahren unter erheblichem Druck. Steigende Kosten für Energie und Lebensmittel sowie eine zunehmende Konsumzurückhaltung der Verbraucher setzen den Betrieben massiv zu.

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Mehrwertsteuersenkung ohne spürbare Entlastung für Kunden

Da die Preise in den vergangenen Jahren deutlich angezogen haben, ist das Essen gehen für viele Menschen zu einem Luxus geworden. Die Bundesregierung griff der Gastronomie mit einer Steuererleichterung unter die Arme: Seit Jahresbeginn gilt für Speisen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent statt der zuvor geltenden 19 Prozent.

Allerdings spüren die Kunden in vielen Restaurants und Cafés nichts von dieser Steuerersparnis. Zahlreiche Betriebe behalten die finanzielle Entlastung für sich, wie neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes nahelegen. Demnach war der Besuch in Gaststätten im Januar sogar 3,6 Prozent teurer als im Vorjahresmonat – und das trotz der Steuersenkung.

Aus der Gastronomie war zuletzt zu hören, dass die Steuersenkung den Betrieben dringend benötigte Luft verschafft. Sie hilft, die steigenden Energie-, Waren- und Lohnnebenkosten zumindest teilweise abzufedern. Doch für die Verbraucher bleibt die Situation angespannt, was die Konsumzurückhaltung weiter verstärken könnte.

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