Iran-Krieg sorgt für Rückstau: Tausende Touristen warten auf Rückflug aus Nahost
Inzwischen sind mehrere Maschinen mit gestrandeten Urlaubern in Deutschland gelandet, doch die Situation bleibt angespannt. Tausende Touristen harren weiterhin in der Nahost-Region aus und warten auf ihre Rückkehr. Der Flugverkehr in der gesamten Golfregion läuft nur eingeschränkt, was zu erheblichen Verzögerungen führt.
Flugzeuge stehen bereit, aber Lufträume sind gesperrt
Tui-Chef Sebastian Ebel erklärte, dass zwar ausreichend Flugzeuge für die Evakuierung bereitstünden, jedoch die entscheidenden Luft-Korridore und sicheren Flughäfen fehlten. „Noch konnten leider nicht alle Gäste zurück nach Deutschland reisen, da Luft- und Seewege gesperrt sind“, teilte er mit. Eine genaue Zahl der festsitzenden Deutschen ist noch nicht bekannt, doch seit Dienstag sind mehrere Linienflüge und von der Bundesregierung organisierte Sonderflüge auf deutschen Flughäfen gelandet.
Kreuzfahrtpassagiere kehren schrittweise zurück
Am Samstag landeten weitere 640 Gäste des Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 4“ am Flughafen Frankfurt/Main. Ein Sprecher von Tui Cruises bestätigte, dass mittlerweile über 2.000 Passagiere dieses Schiffes zurück in der Heimat sind. Insgesamt waren rund 2.500 Menschen an Bord. Die Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ mit einer Kapazität für gut 5.000 Reisende liegen aufgrund des Iran-Krieges in der Region fest. Erste Rückflüge für die Passagiere der „Mein Schiff 5“ sind bereits beauftragt worden.
Reiseverband warnt vor unklarer Dauer der Krise
Der Deutsche Reiseverband berichtete, dass mehrere tausend Urlauber inzwischen ausgeflogen worden seien. Geplante Reisen in die betroffene Region wurden aufgrund der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes von den Reiseveranstaltern abgesagt. „Wie lange diese Situation anhalten wird, lässt sich derzeit nicht seriös vorhersagen“, teilte der Verband mit und unterstrich die Unsicherheit der Lage.
Lufträume in der Golfregion bleiben gesperrt
Der Flugverkehr in der Golfregion war auch am Samstag erheblich gestört. Qatar Airways teilte mit, dass die Flüge ausgesetzt seien, da der katarische Luftraum weiterhin gesperrt ist. Die Fluggesellschaft hofft, am Sonntag unter anderem wieder nach Frankfurt fliegen zu können. Das katarische Verteidigungsministerium meldete am Morgen, dass eine auf das Staatsgebiet gerichtete Rakete abgefangen worden sei.
Der internationale Flughafen von Bahrain gab bekannt, dass der Flugraum über Bahrain ebenfalls gesperrt ist. Im Irak kündigte die Behörde für zivile Luftfahrt an, dass die Schließung des Luftraums verlängert werde, was die Situation weiter verschärft.
Dubai: Flugverkehr nach Zwischenfall teilweise wiederaufgenommen
In Dubai wurde der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen zwischenzeitlich komplett eingestellt. Arabische Fernsehsender zeigten Bilder, wie eine Drohne am Flughafen einschlug und eine Explosion verursachte. Bald darauf teilten der Flughafen und die Fluggesellschaft Emirates mit, dass der Betrieb teilweise wieder aufgenommen wurde. Dubais Medienbüro berichtete von einem „kleinen Vorfall“ durch herabfallende Trümmer, nannte jedoch keinen genauen Ort und keine weiteren Details.
Die aktuelle Lage bleibt somit dynamisch und unberechenbar. Reisende und Behörden müssen weiterhin mit Einschränkungen und Verzögerungen rechnen, bis sich die Sicherheitslage in der Region stabilisiert.



