In Rövershagen bei Rostock feiert Karls Erlebnis-Dorf seinen 18. Geburtstag mit der Eröffnung von 19 neuen Attraktionen. Es handelt sich um die größte Erweiterung seit der Gründung im Jahr 2008. Geschäftsführer Robert Dahl bezeichnete den Standort als die „Keimzelle“ des Unternehmens und scherzte: „Jetzt sind wir volljährig, aber hoffentlich nie ganz erwachsen.“
Neue Attraktionen aus eigener Schmiede
Zur Musik des Neustrelitzer Fanfarenchores führten Dahl und sein Team die Gäste durch das neu erschlossene Areal. Zu den neuen Attraktionen zählen unter anderem eine Kletter-Erdbeere, ein Container-Spielplatz, ein Maisbecken als Alternative zum Bällebad, die Trecker-Tonnen-Tour und ein barrierearmes Karussell. Dahl betonte: „Wir haben ganz bewusst haptische Erlebnisse geschaffen – klettern, wühlen, balancieren.“
Saisonale und gastronomische Neuerungen
Einige Angebote sind nur für den Sommer geplant, wie das Maislabyrinth. Neue Gastronomien wie eine Mais-Bude, „Raupi Nimmersatt“ und „Elisabeths Erdbeer-Café“ erwarten die Besucher. Dahl erklärte, dass ein Großteil der Attraktionen „Inhouse“ entsteht – von unternehmenseigenen Schlossern, Planern, Statikern und Designern. Die Ideen kämen „von überall her“.
Vom Erdbeerfeld zum Imperium
Das Phänomen Karls begann kurz nach der Wende mit neun Erdbeerhäuschen und einem Abholverkauf. Den Grundstein für das Freizeit-Imperium legte Dahl am 1. Mai 2008 mit der Traktorbahn in Rövershagen. Ziel war es, den Aufenthalt auf dem Hof zu verlängern. Das Grundversprechen: „Man kann auch ohne Geld Spaß haben.“ Dahl betont, dass es nicht die „Ultra-Mega-Thrill-Achterbahn“ sein müsse – „manchmal ist es einfach ein Becken voller Maiskörner.“
Besucher begeistert
Familie Graczyk besucht regelmäßig das Erlebnis-Dorf in Rövershagen. Rebecca und Kevin Graczyk loben das „Ländliche“ und die Eignung für jüngere Kinder. „Vieles kann sogar schon unser Dreijähriger problemlos mitmachen“, so die Eltern. Sie schätzen die kreative und bodenständige Atmosphäre.
Wachstum und Expansion
Das Imperium wächst: In Oberhausen entsteht das achte Erlebnis-Dorf, in Döbeln wird die Familienachterbahn „Pettis Bärchen Bumerang“ eröffnet, in Bernecke (Harz) startet ein temporäres Pop-up-Erlebnis-Dorf, bei Berlin entsteht ein neuer Bibi-und-Tina-Freizeitpark, und bis 2028 soll ein Erlebnis-Dorf im kalifornischen Oxnard entstehen – der „Erdbeer-Hauptstadt der Welt“.
Kooperation statt Bürokratie
Dahl kritisiert nicht die Bürokratie, sondern setzt auf Kooperation: „Wir sind momentan in neun verschiedenen Kommunen tätig und gemeinsam bauen wir einfach besser.“ Er dankte der Gemeinde, den Partnern und Mitarbeitern. Trotz des Wachstums sei man sich die Einfachheit und den spielerischen, kreativen Ansatz bewahrt geblieben.



