Mexiko im Gewalt-Chaos: Touristen müssen in Unterkünften bleiben nach Tod von Drogenboss
Mexiko: Gewalt-Chaos nach Tod von Drogenboss El Mencho

Mexiko im Ausnahmezustand: Gewalteskalation nach Tod von Drogenboss El Mencho

Statt erholsamer Strandtage erleben zahlreiche Touristen in Mexiko derzeit bange Stunden der Angst. Das Urlaubsparadies versinkt im Chaos aus Bränden, Schüssen und Gewalt. Auslöser ist die Tötung des mexikanischen Drogenbosses Nemesio Oseguera (59), bekannt als „El Mencho“, bei einem Militäreinsatz am Sonntag. Als Reaktion darauf nahmen seine Anhänger Rache und brachten reine Gewalt in beliebte Ferienorte.

Racheaktionen des Kartells erschüttern das Land

Die Anhänger des getöteten Drogenbosses, der das mächtige Kartell Jalisco Nueva Generación (CJNG) anführte, zündeten Tankstellen und Autos an, errichteten Straßensperren und setzten Lkw in Brand. El Mencho war berüchtigt für den Schmuggel von Fentanyl, Methamphetamin und Kokain in die USA und galt als Kopf eines der am schnellsten wachsenden kriminellen Netzwerke Mexikos. Sein Tod hat nun eine Welle der Vergeltung ausgelöst, die das gesamte Land in Atem hält.

Panik am Flughafen und in Touristenzentren

Dramatische Aufnahmen aus dem Flughafen von Guadalajara zeigen das nackte Grauen: Mütter, die ihre Kinder fest an sich drücken, Väter, die mit Taschen und Koffern um ihr Leben rennen, und Menschen, die hinter Schaltern Schutz suchen. Flammen sind zu sehen, Schüsse zu hören. In Puerto Vallarta, einem beliebten Urlaubsort, sind Rauchwolken über der Stadt zu beobachten, während ausgebrannte Fahrzeuge die Straßen blockieren.

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Ein kanadisches Paar aus British Columbia, das eigentlich abreisen wollte, berichtet von Gewalt-Exzessen, die sie vom Dach ihres Airbnb-Apartments aus beobachteten. „Eine Gruppe auf Motorrädern schob ein Auto in eine Kreuzung und setzte es in Brand“, erzählt Ryan. Später sah er Polizei, Hubschrauber und weitere ausgebrannte Fahrzeuge.

Touristen in lebensbedrohlichen Situationen

Seit der Eskalation der Gewalt sitzen viele Touristen fest und geraten in gefährliche Lagen. Der Amerikaner Jonathan Pizer schildert ein beängstigendes Erlebnis in Puerto Vallarta: „Plötzlich kam dieser Typ mit einer Pistole auf unser Auto zugerannt, hämmerte gegen mein Fenster, richtete die Pistole auf mich und forderte uns auf Spanisch auf, auszusteigen.“ Nachdem der Mann das Auto nahm, blockierte er die Straße, warf etwas ins Fahrzeug, das explodierte, und Schüsse fielen. Pizer und sein Ehemann Brad wurden bei der Explosion getrennt; Brad suchte acht Stunden Schutz in einem Waisenhaus.

Flugverkehr stark beeinträchtigt

Der Flugverkehr in Mexiko ist massiv gestört. Viele Flüge von und nach Mexiko wurden gestrichen, und Straßenblockaden behindern den Transport zum Flughafen. Ein Amerikaner aus der San Francisco Bay Area berichtet, dass Hotelangestellte ihm mitteilten, alle Straßen seien blockiert, weil ein Kartell am Werk sei, das den gesamten Flugverkehr beeinträchtige. Eine Urlauberin postete auf X ein Foto aus einem Flugzeug mit dichtem Rauch im Hintergrund und fragte sich, warum sie das Flugzeug verlassen durfte, obwohl es überall qualmte.

Warnungen der Behörden

Das US-Außenministerium und das deutsche Auswärtige Amt raten Urlaubern dringend zur Vorsicht. Die offizielle Empfehlung lautet: „Suchen Sie Schutz und bleiben Sie in Ihren Unterkünften.“ Diese Maßnahmen unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Lage, während Mexiko mit den Folgen der Gewalteskalation kämpft und Touristen um ihre Sicherheit fürchten.

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