Nach sechs gescheiterten Investoren: Neustart für Ferienpark Woblitz-Park in Wesenberg
In Wesenberg auf dem Gelände der ehemaligen Holzindustrie nimmt die Ferienanlage Woblitz-Park endlich konkrete Formen an. Nachdem sich in der Vergangenheit insgesamt sechs Investoren an dem Areal versucht hatten und wieder abgesprungen waren, startet das ambitionierte Tourismusprojekt nun unter der Führung des Wesenberger Unternehmers Jörg Ullbrich neu durch. Der Rohbau des ersten Musterferienhauses steht bereits, und die Pläne für einen umfassenden Ferienpark mit 54 Ferienhäusern, Schwimmbad und Sauna nehmen Gestalt an.
Fertigstellung des ersten Musterhauses verzögert sich
Das Richtfest für das erste Ferienhaus wurde bereits im Dezember 2025 gefeiert, doch die aktuellen frostigen Temperaturen haben den Baufortschritt deutlich verlangsamt. Ursprünglich sollte die Immobilie bereits im März fertiggestellt sein, nun verschiebt sich der Termin auf voraussichtlich Ende April. Investor Jörg Ullbrich, Geschäftsführer der Woblitzpark Wesenberg GmbH, erklärt: „Die Witterung hat uns leider zurückgeworfen, sodass das Haus erst voraussichtlich Ende April fertig sein wird.“ Zudem seien die gestiegenen Baupreise dafür verantwortlich, dass der Verkaufspreis neu kalkuliert werden müsse.
Umfangreiche Pläne für den Ferienpark
Auf dem etwa 25.000 Quadratmeter großen Gelände sollen von regionalen Unternehmen alle 54 Einheiten als Doppelhäuser errichtet werden. Jedes Haus wird eine Wohnfläche von rund 100 Quadratmetern bieten und mit einer ansprechenden Außenanlage ausgestattet sein. Ein großer Spielplatz ist ebenfalls Teil der Planung. Im ersten Musterferienhaus wird neben einer Ferienwohnung auch ein Verkaufsbüro untergebracht sein.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind weitere Ferienhäuser sowie ein Servicegebäude mit Rezeption geplant. Besonders hervorzuheben sind die geplanten Gemeinschaftseinrichtungen:
- Ein Schwimmbad
- Eine Saunalandschaft
- Ein Bistro
Schwimmbad und Saunalandschaft sollen nicht nur den Feriengästen, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich sein. Ullbrich erläutert: „Auch der Schulsport könnte dann hier sein Zuhause finden.“ Diese Infrastrukturaufwertung werde sich positiv auf die gesamte Region auswirken.
Unterstützung von Stadt und Landkreis
Sowohl die Stadt Wesenberg als auch der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte haben ein großes Interesse an der Weiterentwicklung des Areals und unterstützen das Projekt aktiv. Die Stadtvertreter haben in ihrer vergangenen Sitzung der Änderung des Bauplanes vollumfänglich zugestimmt, was den Weg für die Realisierung des Ferienparks frei gemacht hat.
Vermarktung und Präsentation
Mit der Vermarktung der Ferienhäuser möchte Jörg Ullbrich bereits im März beginnen. Dabei arbeitet er mit der renommierten Marketingfirma „Interhome“ zusammen, die in Mecklenburg-Vorpommern und speziell in der Mecklenburgischen Seenplatte großes Entwicklungspotenzial sieht. Ferienparks sind in Ländern wie den Niederlanden, Dänemark und Schweden bereits etabliert und gewinnen nun auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung.
Der Unternehmer wird seinen Ferienpark erstmals vom 3. bis 5. März auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin präsentieren. Für 2027 plant er zudem die Teilnahme an der Grünen Woche in Berlin, um den Landkreis bekannter zu machen.
Langjährige Geschichte des Geländes
Jörg Ullbrich kaufte das Areal bereits vor etwa zehn Jahren und investierte seither in Wohnhäuser auf dem Gelände. Die Geschichte des Standortes ist jedoch von Rückschlägen geprägt: Seit 1999 hatten sich sechs verschiedene Investoren an dem Gelände versucht, waren aber alle wieder abgesprungen. Ullbrich möchte nun mit dem Woblitz-Park einen Neuanfang wagen und besonderen Wert auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis legen. Als selbst erklärter Ostseefan hat er festgestellt, dass dieses Verhältnis an der Ostsee inzwischen oft nicht mehr stimme, und möchte mit seinem Projekt eine attraktive Alternative bieten.
Die Fertigstellung des ersten Musterhauses Ende April markiert einen wichtigen Meilenstein für das Projekt, das nach jahrelangem Stillstand endlich Fahrt aufnimmt und neue touristische Impulse für die Region setzen soll.



