Osterurlaub in Gefahr? Elli (58) zögert wegen Streiks und Drohnenangriffen am BER
Die Osterferien stehen unmittelbar bevor, doch bei vielen Familien herrscht Verunsicherung statt Vorfreude. Während einige ihre Reisen bereits seit Wochen oder Monaten fest gebucht haben, zögern andere angesichts der aktuellen Weltlage, des unbeständigen Wetters oder der Hoffnung auf günstige Stornoreisen. Zu den Zögernden gehört Elli B. aus der Uckermark, deren Name der Redaktion bekannt ist.
Die 58-Jährige hat ihrer Enkelin einen gemeinsamen Urlaub versprochen, doch seit drei Wochen durchstöbert sie Internetportale, ohne sich auf ein Reiseziel festlegen zu können. „Ich bin vollkommen unsicher, ob wir fliegen sollen. Aber genau darauf freut sich die Kleine doch“, erklärt die besorgte Großmutter.
Streikdrohungen und Sicherheitsbedenken
Elli B. hat für die Reise gespart und möchte mit ihrer Enkelin in den Süden, am liebsten nach Italien. Doch zwei Hauptsorgen lassen sie zögern: Mögliche Streiks während der Osterferien und Drohnengefahr am Flughafen.
„Ich frage mich, ob die Flüge überhaupt stattfinden. Es könnte ja ausgerechnet in den Osterferien zu Streiks kommen“, äußert die Uckermarkerin ihre Befürchtungen. Dennis Dobrowolski, Pressesprecher der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, kann hier teilweise Entwarnung geben: „Mir liegen bisher keine Informationen über geplante Streiks vor“. Allerdings reagierte die Gewerkschaft Verdi trotz Anfrage der Redaktion nicht auf Nachfragen – und erst am 18. März wurde der BER bestreikt.
Die zweite Sorge betrifft die Sicherheit: „Ich habe Angst vor möglichen Drohneneinsätzen. Erst vor einigen Tagen stellte der BER den Flugbetrieb ein, weil man dort ein unbekanntes Flugobjekt vermutete“, berichtet Elli B. Dobrowolski erklärt hierzu: „Die Sicherheit des Flugbetriebs steht für den Flughafen und alle beteiligten Behörden an oberster Stelle. Die Bundes- bzw. Landespolizei ist für die Ortung und Abwehr nicht identifizierter Luftobjekte zuständig.“
BER bereitet sich auf Osterverkehr vor
Die 58-Jährige macht sich zusätzlich Sorgen, weil sie zum ersten Mal vom neuen BER fliegen will und die Überlastungsszenarien der Vergangenheit kennt. „Wie soll das erst aussehen, wenn der Betrieb während der Osterferien startet?“, fragt sie besorgt.
Der Flughafensprecher kann hier beruhigen: „Wir freuen uns schon sehr auf den Osterverkehr und bereiten uns intensiv darauf vor. Wir simulieren am Computer, wie viel Betrieb an den Ferientagen zu erwarten ist. Diese Analysen helfen uns und unseren Partnern am Flughafen, die Abläufe so zu planen, dass die Reisenden möglichst entspannt abreisen können.“
Dobrowolski gibt praktische Tipps für einen reibungslosen Ablauf:
- Vorab online über Anreise, Sicherheitsvorkehrungen und Check-in informieren
- Online einchecken und den Service Fast Bag Drop nutzen
- Die 99 Automaten in Terminal 1 oder 28 Kioske in Terminal 2 für selbstständiges Einchecken und Gepäcklabel-Druck nutzen
Alternative Reiseoptionen werden geprüft
Für Elli B. wird die Zeit langsam knapp. Sie erwägt Alternativen zum Flug: „Wir könnten ja theoretisch auch mit dem Auto fahren, aber die hohen Spritpreise schrecken uns ab, und der zu erwartende Reiseverkehr mit Baustellen, Unfällen und Staus macht diese Option unattraktiv. Vielleicht nehmen wir die Bahn, oder ich überrede meine Enkelin, mit mir an die Ostsee zu reisen“, überlegt die 58-Jährige.
Die Entscheidung muss bald fallen, denn die Osterferien rücken näher. Viele Reisende teilen Ellis Bedenken – ob Streiks, Drohnengefahr oder allgemeine Verunsicherung, die Urlaubsplanung für die Osterzeit gestaltet sich dieses Jahr besonders herausfordernd.



