Münchner Stadtrat beschließt Update für Oide Wiesn: QR-Codes und Rabattkarten
Update für Oide Wiesn: QR-Codes und Rabattkarten

Die Oide Wiesn, seit 15 Jahren ein fester Bestandteil des Oktoberfests, kämpft zunehmend mit einem Gästeschwund. Der Münchner Stadtrat hat nun grünes Licht für ein Maßnahmenpaket gegeben, um diesem Trend entgegenzuwirken. Das Konzept soll das besondere Flair der Oiden Wiesn bewahren und gleichzeitig die Attraktivität steigern.

Maßnahmen für mehr Besucherzuspruch

Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Die Grünen/Rosa Liste) erklärte: „Unser Ziel ist es, die Attraktivität der Oiden Wiesn zu bewahren und wieder zu steigern, damit die Besucherinnen und Besucher wieder in großer Zahl zurückkehren.“ Der eingesetzte Arbeitskreis „Zukunft Oide Wiesn“ hatte verschiedene Neuerungen vorgeschlagen, die nun umgesetzt werden sollen.

Neue Einlassregelung mit QR-Codes

Ein zentraler Punkt ist die Modernisierung des Einlasses: „Lange Schlangen wird es hier nicht mehr geben, da künftig keine Einlassbänder mehr für alle notwendig sind. Stattdessen werden QR-Codes eingesetzt“, so Berger. Mitarbeiter scannen die Tickets unkompliziert, der Wiedereinlass erfolgt per Stempel. Dies soll die Wartezeiten deutlich verkürzen.

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Mengenrabattkarte für Mehrfachbesucher

Wer die Oide Wiesn mehrmals besuchen möchte, profitiert von einer neuen Mengenrabattkarte: Käufer zahlen für zehn Tickets, können aber zwölfmal kommen. Die niedrigen Preise für Fahrgeschäfte bleiben erhalten, allerdings steigt der Preis für Fahrten ab 2027 für Personen ab 14 Jahren auf 2,50 Euro; für unter 14-Jährige bleibt es bei 1,50 Euro.

Musikprogramm wird vielfältiger

Das Musikprogramm wird erweitert: Im Musikantenzelt gibt es zwei reservierte Zeitblöcke für sogenannten „Heimatsound“. Zudem sollen Hürden für Inklusionsbands abgebaut werden, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Berger betont: „Wir besinnen uns bewusst auf das Wesentliche: die Gemütlichkeit, die Musik, das Miteinander und die einzigartige Atmosphäre der Oiden Wiesn.“ Das künstlerische Konzept der Schützenlisl mit der musikalischen Leiterin Traudi Siferlinger bleibt bestehen. Neu ist das Bier: Statt Augustiner wird in diesem Jahr Hacker-Pschorr ausgeschenkt.

Zeltvergabe sorgt für Wirbel

Der Stadtrat hat Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel offiziell als neue Wirte der Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bestimmt. Zuvor betrieb Lorenz Stiftl das Festzelt; er wird nun Wirt des Paulaner-Festzelts auf der „normalen“ Wiesn. Die WE Festzelt GmbH, hinter der das Wiesnwirte-Paar Katrin Wickenhäuser-Egger und Alexander Egger steht, hatte sich ebenfalls beworben. Aus Wirtekreisen ist zu hören, dass die beiden die Entscheidung nicht hinnehmen wollen und einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt haben. Ihr Anwalt Benno Ziegler wollte dies der AZ gegenüber nicht bestätigen. Alexander Egger hatte bereits das Vergabeverfahren auf der Wiesn angefochten, nachdem er bei zwei großen Festzelten unterlegen war und einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer eingereicht hatte.

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