AMD enttäuscht trotz Rekord-Quartal: Aktie bricht ein
AMD enttäuscht trotz Rekord-Quartal: Aktie bricht ein

Der Chipkonzern AMD hat im zweiten Quartal 2026 ein Rekordergebnis erzielt, dennoch reagierten die Anleger enttäuscht. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 246 Prozent, der Umsatz übertraf die Erwartungen. Doch die Aktie brach im nachbörslichen Handel an der Wall Street um neun Prozent ein. Damit liegt sie aber immer noch rund 120 Prozent über dem Niveau vom Jahresbeginn.

Starke Nachfrage nach Server-Prozessoren treibt Wachstum

Das Wachstum wurde vor allem durch die anhaltend starke Nachfrage nach Server-Prozessoren beflügelt. AMD ist der weltweit zweitgrößte Anbieter von KI-Prozessoren nach Nvidia. Das Unternehmen profitiert dabei von der Suche der Abnehmer nach Alternativen zum Weltmarktführer. So orderte der KI-Entwickler Anthropic bei AMD Chips mit einem Gesamt-Energiebedarf von zwei Gigawatt. Im Gegenzug steigt AMD für bis zu fünf Milliarden Dollar bei dem OpenAI-Rivalen ein.

Optimistischer Ausblick, dennoch Kursverlust

Darüber hinaus lieferte der US-Chipkonzern am Dienstag einen optimistischen Ausblick. Die Aktien brachen im nachbörslichen Handel dennoch ein. „AMD befindet sich nun in einer ähnlichen Lage wie Nvidia und die Hyperscaler“, erläuterte Analyst Jacob Bourne von der Marktforschungsfirma eMarketer. „Investoren suchen nach Hinweisen, dass die Investitionen in KI-Infrastruktur die Gewinne weiter in die Höhe treiben.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Neue KI-Server-Generation in Aussicht

Zudem will der Halbleiter-Hersteller demnächst mit der Auslieferung der zweiten Generation seiner KI-Server beginnen. In diesem Segment konkurriert er mit Computerbauern wie Dell, Lenovo und Hewlett-Packard Enterprise sowie mit dem weltgrößten Elektronik-Auftragsfertiger Foxconn. Für diesen ist die Produktion von KI-Servern für Nvidia inzwischen ein wichtigerer Geschäftszweig als der Zusammenbau von iPhones für Apple.

Anleger fordern mehr KI-Wachstum

Trotz der starken Zahlen blieb die Aktie unter Druck. Analysten sehen die Erwartungen der Anleger an das KI-Geschäft als sehr hoch. Die Investitionen in KI-Infrastruktur müssen sich stärker in Gewinnen niederschlagen, um die Bewertung zu rechtfertigen. AMD steht damit vor der Herausforderung, das Wachstum weiter zu beschleunigen und gleichzeitig die Margen zu verbessern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration