App-Store-Konflikt eskaliert: Apple zieht erneut vor den Supreme Court gegen Epic Games
Apple vs. Epic: Nächste Runde im Milliardenstreit vor Supreme Court

App-Store-Konflikt eskaliert: Apple zieht erneut vor den Supreme Court gegen Epic Games

Der milliardenschwere Rechtsstreit zwischen dem Technologiegiganten Apple und dem Spieleentwickler Epic Games erreicht eine neue juristische Eskalationsstufe. Wie nun bekannt wurde, plant Apple, den Fall erneut vor den Obersten Gerichtshof der USA zu bringen. Damit will der Konzern Regeln zu Provisionen bei Off-App-Käufen anfechten und eine frühere Gerichtsentscheidung revidieren lassen.

Ursprung des langjährigen Konflikts

Der fundamentale Streit begann bereits im Jahr 2020, als Epic Games eine eigene Zahlungslösung in seine populären Apps integrierte, um die hohen Gebühren von Apple zu umgehen. Zwar gewann Apple den ursprünglichen Rechtsstreit weitgehend, musste jedoch externe Kaufoptionen zulassen. Nachdem der Supreme Court im Jahr 2021 eine weitere Prüfung des Falls ablehnte, erlaubte Apple zwar externe Zahlungen, verlangte dafür aber eine Gebühr von 27 Prozent.

Epic Games sah darin einen klaren Verstoß gegen frühere Gerichtsbeschlüsse. Diese Einschätzung teilte im Jahr 2025 ein US-Gericht, das Apple in Missachtung der rechtlichen Vorgaben sah und damit Epic Games recht gab. Diese Entscheidung bildet nun den Ausgangspunkt für die nächste juristische Auseinandersetzung.

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Nächste juristische Auseinandersetzung vor höchster Instanz

Wie das Fachportal TechCrunch berichtet, bereitet Apple aktuell die erneute Vorlage des Falls vor dem Supreme Court vor. In seiner Argumentation betont der Konzern, dass die erhobene Gebühr nicht nur Zahlungsabwicklungen abdecke, sondern auch essentielle Dienste wie Hosting, umfangreiche Datenanalyse und hochwertige Entwicklerwerkzeuge finanziere.

Parallel dazu beantragte Apple eine Aussetzung der Entscheidung zu externen Zahlungsoptionen. Ein Gericht gab diesem Antrag am 6. April 2026 statt, woraufhin Epic Games umgehend Berufung einlegte. Die Sprecherin von Epic Games, Natalie Munoz, reagierte scharf auf diese Entwicklung.

Vorwürfe von Epic Games: Verzögerungstaktik und Wettbewerbsbehinderung

Natalie Munoz bezeichnete Apples Antrag auf Aussetzung des Verfahrens als „eine weitere Verzögerungstaktik, die dazu dient, das Gericht daran zu hindern, Apples Möglichkeiten wirksam und dauerhaft einzuschränken, überhöhte Gebühren für Zahlungen über Drittanbieter zu erheben“.

Weiter fügte Munoz hinzu: „Gerichte haben dies immer wieder für rechtswidrig erklärt. Epic hat dies im Rahmen unserer Bemühungen, Webshops und ähnliche Funktionen als Konkurrenz zu Apple anzubieten, direkt von vielen Entwicklern gehört. Aufgrund von Apples Taktiken waren nur wenige mutige Entwickler, darunter Spotify, Kindle und Patreon, bereit, dieses Recht zu nutzen und den Verbrauchern Vorteile zu verschaffen. Wir werden uns weiterhin gegen Apples Versuche wehren, den Wettbewerb zu untergraben.“

Der Ausgang dieses erneuten Verfahrens vor dem Supreme Court wird weitreichende Konsequenzen für das gesamte digitale Ökosystem haben. Nicht nur die Geschäftsmodelle von App-Store-Betreibern stehen auf dem Prüfstand, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit von Entwicklern und die Wahlfreiheit der Verbraucher.

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