Technikausfall legt Bahnverkehr lahm
In der Nacht zum Mittwoch erlebte die Deutsche Bahn einen weiteren Tiefpunkt: Ein Ausfall der veralteten GSM-Technik legte den Zugverkehr auf dem 33.000 Kilometer langen Schienennetz lahm. Zehntausende Fahrgäste waren betroffen, viele mussten auf Bahnhöfen übernachten. Es war nicht der erste Vorfall dieser Art – schon 2022 standen wegen derselben Technik in Norddeutschland stundenlang die Züge still.
GSM: Veraltete Technik als Dauerproblem
Der Mobilfunkstandard GSM aus den 1990er-Jahren wird von der Deutschen Bahn noch immer als Rückgrat der Kommunikation genutzt. Die Technik gilt als robust, doch der jüngste Ausfall beweist das Gegenteil. Während Technikanbieter wie Ericsson und Nokia bereits 5G entlang deutscher Bahnstrecken testen, hinkt der Staatskonzern hinterher. Mit 5G ließen sich Zugabstände in Echtzeit ermitteln, eine kürzere Zugfolge und weniger Staus auf den Gleisen wären die Folge.
EU-Vorgabe: GSM soll bis 2035 Geschichte sein
Die EU hat vorgegeben, dass GSM spätestens 2035 abgeschaltet werden soll. Doch die Deutsche Bahn vertröstet auf Besserung in Jahrzehnten. Die Verspätungen häufen sich von Monat zu Monat, die Pannenserie reißt nicht ab. Bahnchefin Evelyn Palla steht in der Kritik, doch ein Ausweg ist nicht in Sicht.
Fazit: Schlechter kann es nicht mehr werden
Die Deutsche Bahn eilt von einem Negativrekord zum nächsten. Der jüngste Technikausfall traf Zehntausende, doch Besserung ist nicht in Sicht. Was hilft da noch? Ein Kommentar von Christoph Schlautmann: Solange der Staatskonzern auf veraltete Technik setzt und Reformen verschleppt, wird sich die Situation nicht verbessern.



