Beiersdorf im Abwärtstrend: Nivea-Konzern mit schwachem Wachstum und Börsencrash
Beiersdorf: Nivea-Konzern mit schwachem Wachstum und Börsencrash

Beiersdorf im Sturzflug: Nivea-Konzern mit massivem Börsenabsturz

Der Hamburger Hautpflege-Konzern Beiersdorf steht unter enormem Druck – und die Reaktion der Börse fällt brutal aus. Innerhalb nur einer Woche ist die Aktie des Nivea-Herstellers um mehr als 17 Prozent abgestürzt. Allein am Dienstag ging es im frühen Handel zeitweise zweistellig nach unten. Damit sind sämtliche Kursgewinne des laufenden Jahres auf einen Schlag ausgelöscht.

Düstere Prognosen für 2026

Entscheidend ist nicht, was war, sondern was kommt. Und hier macht der Konzern wenig Hoffnung. Für das Jahr 2026 soll der Umsatz bestenfalls stagnieren oder nur minimal wachsen. Die Gewinnmarge dürfte sogar unter dem Vorjahresniveau liegen. Besonders brisant: Schon das erste Quartal 2026 könnte nach Unternehmensangaben mit einem leichten Umsatzrückgang starten. Für viele Anleger ist dies ein deutliches Warnsignal.

Schon 2025 verlor Beiersdorf an Schwung

Bereits im vergangenen Jahr 2025 verlor Beiersdorf deutlich an Dynamik. Der Umsatz trat mit rund 9,9 Milliarden Euro auf der Stelle. Rechnet man Währungsschwankungen heraus, wuchsen die Erlöse nur noch um 2,4 Prozent – im Jahr zuvor waren es noch 6,5 Prozent. Auch der gesamte Hautpflegemarkt kühlte spürbar ab und kam nur noch auf ein Plus von 1,5 bis 2 Prozent.

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Nivea-Marke wird zum Sorgenkind

Die wichtigste Marke Nivea kam im Gesamtjahr sogar nur noch auf ein mageres Plus von 0,9 Prozent. Die Traditionsmarke bekam die schwache Nachfrage deutlich zu spüren, gleichzeitig wurde das Geschäft in China umgebaut. Der Ausblick fällt schlechter aus, als viele erwartet hatten. Vor allem das schwache Schlussquartal sorgt an der Börse für erhebliche Nervosität.

Konzernchef spricht von schwierigem Umfeld

Konzernchef Vincent Warnery spricht von einem herausfordernden Umfeld. Verbraucher seien angesichts geopolitischer Spannungen vorsichtiger geworden. Im wichtigen US-Einzelhandel rechnet der Konzern mit geringeren Verkäufen.

Operative Stabilität bei düsterer Zukunft

Operativ hielt sich der Konzern 2025 noch vergleichsweise stabil. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei knapp 1,4 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Beiersdorf 955 Millionen Euro – leicht mehr als im Vorjahr. Doch an der Börse zählt die Zukunft – und die wirkt derzeit vor allem eines: zäh und unsicher.

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