Commerzbank streicht 3.000 Stellen im Übernahmekampf mit Unicredit
Commerzbank baut 3.000 Stellen ab

Die Commerzbank hat angekündigt, im Ringen um die Unabhängigkeit von der italienischen Unicredit weitere 3.000 Vollzeitstellen zu streichen. Der Dax-Konzern gab dies am Freitag in Frankfurt bekannt. Der Stellenabbau ist Teil einer neuen Strategie bis 2030, die das Institut am Vormittag vorstellte.

Hintergrund des Stellenabbaus

Die Maßnahme betrifft sowohl den Heimatmarkt Deutschland als auch internationale Standorte. Insgesamt soll die Belegschaft um rund 3.000 Vollzeitkräfte reduziert werden. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Commerzbank Tausende Stellen gestrichen, um ihre Rentabilität zu steigern. Der nun angekündigte Abbau ist eine Reaktion auf den Druck durch die Unicredit, die seit Monaten versucht, die Commerzbank zu übernehmen.

Strategische Neuausrichtung

Mit der neuen Strategie bis 2030 will die Commerzbank ihre Eigenständigkeit verteidigen. Das Geldhaus setzt verstärkt auf Digitalisierung und Effizienzsteigerung. „Wir müssen unsere Kostenbasis weiter senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärte ein Sprecher. Die Einsparungen sollen unter anderem durch den Abbau von Doppelstrukturen und die Automatisierung von Prozessen erreicht werden.

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Die Commerzbank beschäftigt derzeit rund 38.000 Mitarbeiter weltweit. Der Stellenabbau soll sozialverträglich über Abfindungen und natürliche Fluktuation erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen, sollen aber vermieden werden.

Reaktionen und Ausblick

Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter kritisierten die Ankündigung scharf. „Der Stellenabbau trifft die falschen Leute und gefährdet die Zukunft des Unternehmens“, hieß es in einer ersten Stellungnahme. Die Unicredit verfolgt ihre Übernahmepläne trotz des Widerstands weiter. Analysten erwarten, dass die Auseinandersetzung noch Monate andauern könnte.

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