Brauerei warnt erneut vor Explosionsgefahr bei alkoholfreiem Bier
Explosionsgefahr bei alkoholfreiem Bier: Brauerei ruft zurück

Erneuter Rückruf: Alkoholfreies Bier birgt Explosionsgefahr

Ausgerechnet alkoholfreies Bier, das eigentlich für sorglosen Genuss stehen soll, sorgt erneut für ernste Sicherheitsbedenken. Die Brauerei Holzhausen aus Igling in Bayern hat einen Rückruf für zwei ihrer alkoholfreien Biersorten initiiert. Betroffen sind das „Holzhauser Alkoholfreies Hefeweizen“ und das „Holzhauser Alkoholfreies Helles“, jeweils in der 0,5-Liter-Glasflasche.

Nachgärung führt zu gefährlichem Überdruck

Wie das Unternehmen mitteilte, ist es bei der Abfüllung in Einzelfällen zu einer unerwünschten Nachgärung mit Hefe gekommen. Dieser Prozess kann nicht nur den zulässigen Alkoholgehalt für alkoholfreie Biere überschreiten, sondern auch den Druck in den Flaschen erheblich erhöhen. Dadurch droht Glasbruch oder im schlimmsten Fall eine Explosion durch Überdruck, warnt die Brauerei eindringlich.

Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb kurzer Zeit. Erst vor einer Woche musste die Brauerei Gutmann aus ähnlichen Gründen ein alkoholfreies Bier zurückrufen. Auch dort führte eine Nachgärung zu erhöhtem Alkoholgehalt und damit verbundener Explosionsgefahr.

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Besondere Risikogruppen betroffen

Der Rückruf bei Brauerei Holzhausen betrifft spezifische Chargen:

  • Das Hefeweizen mit Mindesthaltbarkeitsdatum bis Juli 2026
  • Das Helle mit Mindesthaltbarkeitsdatum bis November 2026

Das Unternehmen weist darauf hin, dass der erhöhte Alkoholgehalt besonders für bestimmte Personengruppen gesundheitsschädlich sein kann:

  • Schwangere
  • Trockene Alkoholiker
  • Kinder

Zudem könnten Autofahrer, die sich auf die Einhaltung der 0,5%-Promillegrenze für alkoholfreie Getränke verlassen, einem erhöhten Unfallrisiko im Straßenverkehr ausgesetzt sein.

Empfehlungen der Brauerei

Die Brauerei rät Verbrauchern, die betroffenen Biere umgehend im Einkaufsgeschäft zurückzugeben. Um das Hefewachstum zu verlangsamen und die Explosionsgefahr zu minimieren, sollten die Flaschen stets kühl gelagert werden – idealerweise bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius – und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Diese Vorsichtsmaßnahmen sind besonders wichtig, da höhere Temperaturen die Nachgärung beschleunigen und damit das Risiko von Druckaufbau und möglichen Explosionen erhöhen können.

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