Fake-Alarm: Chinesische Fälscher kopieren innovatives Zahnpasta-Startup aus Halle
Große Verärgerung bei einem innovativen Startup aus Halle: Das Unternehmen PerioTrap, das eine spezielle Zahnpasta mit Patent-Wirkstoff gegen Zahnfleischentzündungen entwickelt hat, sieht sich mit massiven Produktfälschungen aus China konfrontiert. Die minderwertigen Nachahmungen tauchen seit Januar vermehrt in Online-Shops auf und sorgen für erhebliche Probleme.
Jahrelange Forschung wird durch Fälschungen gefährdet
Jean-Marie Bryl, Sprecher des Unternehmens, zeigt sich enttäuscht: "Das ist frustrierend. Unser Team hat jahrelang an diesem Produkt geforscht, und jetzt werden unsere Bemühungen durch billige Kopien untergraben." Die Zahnpasta PerioTrap enthält einen patentierten Inhaltsstoff, der die Giftigkeit von entzündungsfördernden Bakterien neutralisieren und so Paradontitis vorbeugen soll. Laut Bryl wird die Bedeutung des oralen Mikrobioms mit seinen über 700 Bakterienarten für die gesamte Körpergesundheit häufig unterschätzt – ein Ungleichgewicht könne sogar das Risiko für Alzheimer und Diabetes erhöhen.
Gesundheitsrisiken durch ungeprüfte Fälschungen
Die größte Sorge des Unternehmens betrifft die potenziellen Gesundheitsgefahren: "Keiner weiß, was in den gefälschten Zahncremes aus China enthalten ist", warnt Bryl. Die Nachahmungen unterliegen keinerlei Qualitätskontrollen oder Prüfungen und enthalten zudem nicht den entscheidenden Patentwirkstoff. Das Potenzial für gesundheitsschädliche Substanzen sei real und nicht zu unterschätzen.
Rechtliche Herausforderungen im Kampf gegen Fälscher
Rechtlich gegen die Fälscher aus Asien vorzugehen, erweist sich als äußerst schwierig. "Es ist fast unmöglich", erklärt Bryl. Stattdessen konzentriert sich das Team täglich darauf, gefälschte Angebote auf Online-Plattformen wie Ebay zu melden und entfernen zu lassen. "Danach verschwinden die Fake-Produkte erstmal, aber es ist wie ein Katz-und-Maus-Spiel. Immer wieder tauchen neue Fälschungen auf."
So schützen sich Verbraucher vor der Fake-Falle
Für Konsumenten, die die originale Zahnpasta erwerben möchten, gibt Bryl klare Empfehlungen:
- Offizielle Website als erste Anlaufstelle: Nur über die offizielle PerioTrap-Website werden alle autorisierten Händler aufgelistet.
- Lokale Partnerapotheken in Halle: In der Heimatstadt des Unternehmens gibt es mehrere vertrauenswürdige Bezugsquellen.
- Vorsicht bei verdächtig günstigen Angeboten: Ungewöhnlich niedrige Preise sollten stets misstrauisch machen.
Erfolg trotz Herausforderungen: Produkt aktuell ausverkauft
Trotz der Fälschungsproblematik verzeichnet das Startup aus Sachsen-Anhalt bemerkenswerten Erfolg. Nach einem plötzlichen Nachfrageschub im Januar ist die Zahnpasta PerioTrap derzeit vollständig ausverkauft. Interessenten können sich auf eine Warteliste setzen lassen. "Wir haben nicht mit diesem Ansturm gerechnet. Unsere aufwändige Produktion muss jetzt erst mit der Nachfrage Schritt halten", so Bryl abschließend.



