Solarpark Seena: Trotz lauter Kritik im Dorf hält Gemeinderat an alternativen Energien fest
Solarpark Seena: Kritik im Dorf, Gemeinderat hält an Plänen fest

Photovoltaik: Laute Kritik, klare Entscheidung – wie geht es mit dem Solarpark bei Seena weiter?

Die Ablehnung im Dorf zu einem 80 Hektar großen Solarpark scheint groß, doch will sich der Eckartsbergaer Gemeinderat den Weg für alternative Energien offenhalten. So lief eine Versammlung in Seena.

Von Michael Heise Aktualisiert: 18.03.2026, 17:08

Südlich der Strecke Buttstädt–Bad Sulza der „Pfefferminzbahn“, die hier direkt am gelblichen Feld entlangführt, könnte der Solarpark bei Seena entstehen. Vom westlichen Eckartsberga aus wäre er gut sichtbar. Der Abstand zum Dorf betrüge rund 600 Meter.

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Massiver Protest im kleinen Dorf

„Seena sagt Nein!“ steht in großen Lettern unmissverständlich auf Plakaten, die das kleine Dorf bei Eckartsberga säumen. Damit wehrt es sich vehement gegen Pläne, einen Solarpark am Ortsrand zu errichten. Die Rede ist von einer Fläche, die den Park zum größten in der Verbandsgemeinde An der Finne machen würde.

Allerdings: Die genaue Größe scheint keinerlei feste Grundlage zu haben. Zunächst war von rund 115 Hektar die Rede, schon bald aber von nur noch 80 Hektar. Diese Unklarheiten tragen zusätzlich zur Verunsicherung der Bevölkerung bei.

Gemeinderat hält an Energiezielen fest

Trotz der lauten Kritik und der sichtbaren Proteste will der Eckartsbergaer Gemeinderat den Weg für alternative Energien nicht versperren. In einer Versammlung in Seena wurden die kontroversen Positionen deutlich ausgetauscht. Die Befürworter argumentieren mit der Notwendigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien und den wirtschaftlichen Vorteilen für die Region.

Die Gegner hingegen fürchten um das Landschaftsbild, mögliche ökologische Auswirkungen und die Veränderung des dörflichen Charakters. Die Diskussion bleibt emotional aufgeladen, während der Gemeinderat eine abwägende Position einnimmt.

Weitere Schritte und offene Fragen

Die genauen nächsten Schritte sind noch unklar. Es bedarf weiterer Gespräche, Gutachten und möglicherweise angepasster Planungen, um einen Kompromiss zu finden. Die Bevölkerung von Seena zeigt sich weiterhin skeptisch, während die politischen Gremien die Balance zwischen lokalen Interessen und übergeordneten Energiezielen suchen müssen.

Die Entwicklung dieses Solarpark-Projekts wird sicherlich noch für weitere Diskussionen und Entscheidungen sorgen, die über die Grenzen von Seena hinaus von Bedeutung sein könnten.

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