Galeria-Krise: Neuer Kredit von Bain Capital, aber viele Probleme bleiben
Galeria-Krise: Neuer Kredit von Bain Capital

Deutschlands bekannteste Warenhauskette kämpft weiter ums Überleben. Galeria hat sich erneut frisches Geld besorgt. Wie das Unternehmen bestätigte, erhält die Kette einen neuen Kredit von ihrem US-Minderheitsgesellschafter Bain Capital. Die Summe: rund 10 Millionen Euro. Das Ziel ist klar: Zeit gewinnen.

Hintergrund des neuen Kredits

Zuerst hatte das „Handelsblatt“ über den neuen Kredit berichtet. Hintergrund ist die angespannte Lage des Unternehmens. Geschäftsführer Tilo Hellenbock sagt: „Die Liquiditätslage zeigt harte Schwankungen.“ Heißt: Mal ist Geld da, mal nicht.

Mietzahlungen als Problemfall

Besonders deutlich wird das bei den Mieten. Galeria hat alle Vermieter seiner 83 Filialen gebeten, Zahlungen aus März und April in den Herbst zu verschieben – teils mit Zinsen. Doch nicht alle machen mit. In einigen Fällen wurden Mietzahlungen sogar zunächst gestoppt, etwa am Standort Berlin Alexanderplatz. Inzwischen sollen ausstehende Beträge teilweise nachgezahlt werden.

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Neustart mit Problemen

Gleichzeitig versucht Galeria auch woanders, Zeit zu gewinnen. Lieferanten wurden gebeten, längere Zahlungsfristen zu gewähren. Bereits im vergangenen Jahr hatte Bain Capital dem Unternehmen einen Kredit gewährt. Dabei liegt die letzte große Krise nicht lange zurück. Schon Anfang 2024 musste Galeria Insolvenz anmelden, neun Filialen wurden geschlossen. Neue Eigentümer übernahmen – doch der erhoffte Neustart bleibt bislang aus.

Schwache Umsätze, neue Sorgen

Die Umsätze sind schwach, die Branche leidet unter Kaufzurückhaltung. Gleichzeitig stehen mehrere Standorte auf der Kippe, weil Mietverträge auslaufen und neu verhandelt werden. Galeria schließt weitere Schließungen nicht aus. Für betroffene Häuser laufen bereits Gespräche über Sozialpläne. Für die rund 12.000 Beschäftigten bedeutet das: Die Unsicherheit bleibt. Der neue Kredit verschafft dem Unternehmen etwas Luft. Ob das reicht, ist offen. Klar ist aber: Ohne schnelle Besserung droht die nächste Krise.

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